Energie & Umwelt

Naturstromspeicher: Die mögliche Zukunft der Stromversorgung

Einer der größten Probleme bei Erneuerbaren Energien wie Windkraft ist die fluktuierende Strohmausbeute, die mit wechselnden Windgeschwindigkeiten einhergeht. Um Energieengpässe zu vermeiden, ist die Speicherung von überschüssiger Energie nötig um die windschwachen Perioden auszugleichen. Doch die möglichen Stromträger wie Wasserstoff befinden sich oft noch im Entwicklungsstadium. In der schwäbischen Stadt Gaildorf will man das Problem mit einem altbewährten Energieträger lösen: mit Wasser. Bei dem weltweit einzigartigen Projekt sollen vier Windkraftwerke mit einer kombinierten Leistung von 18 Megawatt und einer Nabenhöhe von 150 Metern, Wasser aus einem Pumpwasserkraftwerk pumpen und in ihren Türmen speichern. Bei bedarf kann das Wasser dem Kraftwerk wieder zugeführt werden und so bei mittleren Speichervolumen für 20 Stunden ca. 35.000 Menschen mit Strom versorgen und die Stadt unabhängig von konventionellen Kraftwerken machen. Das System soll auch mit Photovoltaik Modulen problemlos ergänzt werden können. Insgesamt sollen Investitionen zwischen 35 und 40 Millionen Euro freigesetzt werden. Des Weiteren ist der Einfluss auf die Umwelt bei dem Bau des Pumpsystems erheblich niedriger, als es bei der Verlegung der Rohre für konventionelle Pumpspeicherkraftwerke normalerweise der Fall wäre.

Das Pilotprojekt soll dazu beitragen, die 12.500 Einwohner von Galidorf 100% energieautark zu machen. Zusammen mit Voith Hydro, einem der führenden Wasserkraftunternehmen der Welt, und der Max Bögl Windpower Winnberg GmbH soll das ambitionierte Projekt realisiert werden. Die Stadt verspricht sich von ihm erhebliche Wertschöpfungspotentiale und ihren Beitrag für eine Verbindung von ökologischen und wirtschaftlichen Handeln.

 

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