Energie & Umwelt

Netzbetreiber planen mit Milliardeninvestitionen neue Stromtrassen

Die Netzbetreiber haben erste konkrete Schritte angekündigt, das Stromnetz in Deutschland auf den für die Energiewende notwendigen Stand zu hieven. Die Netzbetreiber der ehemals zu den großen Energiekonzernen Eon, RWE und Vattenfall gehörenden Tennet, 50 Herz, Amprion sowie die Transportsparte von EnBW planen neue Hochspannungsleitungen quer durch Deutschland. Damit soll gewährleistet werden, dass der durch die Erneuerbaren Energien dezentral erzeugte Strom auch die großen Industrie- und Bevölkerungszentren im Süden und Westen der Republik erreicht.

Die ehemalige Vattenfall-Tochter 50 Herz plant für eine Milliarde Euro eine 600 Kilometer lange Stromtrasse aus dem Raum Magdeburg ins Rhein-Main-Gebiet. Die Ex-Eon-Tochter Tennet will mehrere Milliarden Euro in eine 900 Kilometer lange Trasse von Nord- nach Süddeutschland investieren. Die frühere RWE -Tochter Amprion und EnBW wiederum wollen gemeinsam eine Stromtrasse aus dem Rheinland in den Großraum Stuttgart verlegen. Bei allen Projekten soll es sich laut Medienberichten um sogenannte Hochspannungsgleichstromübertragung (HGÜ) handeln, die große Strommengen unter sehr geringen Spannungsverlusten über weite Strecken befördern können. Dabei sollen die neuen Leitungen offenbar bestenfalls auf bestehenden Masten montiert werden, um einerseits Kosten zu sparen aber auch andererseits wahrscheinliche Bürgerproteste gegen Neubauten zu umgehen. Bis alle Genehmigungen vorlägen und die Leitung schließlich gebaut werden können, dürfte es allerdings laut den Netzbetreibern noch gut acht Jahre dauern.
 

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