Wirtschaft

Neuer EZB-Chef wirft den Konjunkturmotor an – Leitzins gesenkt

Der neue Chef der Europäischen Zentralbank Mario Draghi hat seine erste EZB-Sitzung mit einem unerwarteten Paukenschlag begonnen. Zur Ankurbelung der Wirtschaft in der Euro-Zone wurde der Leitzins von 1,5% auf 1,25% gesenkt. Der Leitzinssatz muss traditionell den Spagat aus Inflationsbekämpfung (Reduzierung der Geldmenge durch einen hohen Zinssatz) und der Konjunkturankurbelung durch billiges Geld (niedriger Zinssatz) meistern.

Die meisten Ökonomen hatten trotz der drohenden Rezession und der Staatsschuldenkrise zunächst keine Zinssenkung erwartet. Die ebenfalls unter wirtschaftlichen Problemen leidenden USA haben allerdings dem entgegengesetzt kürzlich verkündet, ihren Leitzinssatz noch bis mindestens Mitte 2013 bei null bis 0,25% zu belassen. In der Euro-Zone ist die Inflation allerdings mit 3,0% deutlich höher und überschreitet den von der EZB festgesetzten Zielwert von 2,0%. Ein Großteil der Inflation geht jedoch auf die extremen Preisschwankungen, also die Teuerungsraten bei den Energieträgern zurück, allem voran Öl und Gas, sowie auf die ausufernde Spekulation mit Rohstoffen, was zu einer spürbaren Verteuerung beiträgt.

 

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