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Neuer Videokompressionsstandard und Vergleich von Videokonferenzsystemen

[Bild: Jorma Bork / pixelio.de]
[Bild: Jorma Bork / pixelio.de]

Seit der Öffnung des Internets für private Nutzer und die Öffentlichkeit 1990 beschleunigt sich die technologische Entwicklung immer weiter. Parallel nimmt auch die globale Vernetzung der Wirtschaft immer weiter zu. Dadurch wachsen auch die Anforderungen seitens der Unternehmenskommunikation – ob nun mit Geschäftspartnern oder in international arbeitsteiligen Teams – unkompliziert und kostengünstig über große Distanzen sowie auch zeitlich unabhängig von einander kommunizieren zu können.

Neue Kommunikationsformen von hochwertigen audiovisuellen Medien (AV-Medien), Videokonferenzsystemen, themenspezifischen Foren bis hin zu Collaboration-Plattformen eröffnen dabei völlig neue Formen und Wege, die Arbeit in räumlich getrennten Teams und in Unternehmen besser zu koordinieren, die Arbeitskraft zu schonen sowie Synergien und Effizienzen wirkungsvoller zu heben.

Die audiovisuellen Medien

Als audiovisuelle Medien werden alle technische Kommunikationsmittel bezeichnet, die gleichzeitig sowohl die visuellen wie auch die auditiven Sinne des Nutzers durch Ton und Bild bedienen. Die Entwicklung der AV-Medien prägen dabei vor allem zwei Trends: Zum einen ist es das Ziel, eine möglichst einfache und innovative Bedienung zu erreichen. Zum anderen soll die Qualität in Bild und Ton sukzessive immer weiter erhöht werden.

Unternehmensorientierte Kommunikations-Konzepte integrieren AV-Medien heutzutage meist mit so genannten Collaboration-Ansätzen, bei denen die Kommunikationspartner nicht nur räumlich getrennt an einem Thema oder Projekt arbeiten können, sondern zudem auch zeitlich versetzt, was insbesondere bei großen Distanzen und entsprechenden Zeitverschiebungen wie beispielsweise nach Indien oder Japan von großer Bedeutung ist. Durch solche Kommunikationslösungen werden also räumliche wie auch zeitliche Grenzen eingerissen und lässt sich zugleich die Effizienz von international arbeitsteiligen und räumlich getrennten Teams deutlich steigern sowie das kreative Potenzial eines Teams voll ausschöpfen.

Die interne und externe Unternehmenskommunikation ist somit einem stetigen und sich beschleunigenden technologischen Wandel unterworfen. Da die Effizienz der eigenen Kommunikationswege und Kommunikationsmittel eine überaus bedeutende Komponente für Unternehmen darstellt, ist ein Monitoring der neuesten Entwicklungen in diesem Bereich für jeden Unternehmenserfolg essentiell, denn sonst wird aus einem möglichen Vorteil schnell ein Wettbewerbsnachteil, wenn die Konkurrenz bereits die Möglichkeiten und Chancen nutzt, die man selbst ungenutzt lässt.

Vergleich von Videokonferenzsystemen

Die Qualität von Bild und Ton, die Anzahl an zuschaltbaren Kommunikationspartnern sowie die benötigte Bandbreite für die Videoübertragung sind die wesentlichen Faktoren für Videokonferenzsysteme. Hinzu kommt im Unternehmenskontext dann meist noch die Funktion, Details zu visualisieren, Grafiken und Charts einblenden zu können oder andere Dateien und Formate innerhalb des virtuellen Meetings den anderen Konferenzteilnehmern zeigen zu können. Gängige Telefonkonferenzen reichen da schon längst nicht mehr aus. Allerdings ist es schwierig, sich aus der Masse der Anbieter das jeweils beste und geeignetste Produkt auszuwählen. Hilfen finden sich im Netz, beispielsweise auf www.videokonferenzsysteme-vergleich.de.

Neuer Videokompressionsstandard: Schnelleres Videostreaming mit HEVC und LTE

Das Fraunhofer-Institut für Nachrichtentechnik, Heinrich-Hertz-Institut HHI in Berlin, hat im Februar 2013 den neuen Videokompressionsstandard HEVC (High Efficiency Video Coding) vorgestellt. Die maßgebliche Technologien zu HEVC wurde zusammen mit namenhaften Elektronikherstellern entwickelt. Der Vorteil des neuen Videokompressionsstandards ist, dass zur Videoübertragung in hoher Qualität nur die halbe Bandbreite benötigt wird wie beim bisherigen Standard H.264/MPEG-4 AVC. Während H.264 das zu übertragende Bild in Blöcke von maximal 16 mal 16 Pixeln unterteilt, kann die maximale Blockgröße mit HEVC wesentlich flexibler gewählt werden – von 16 mal 16 bis zu 64 mal 64 Pixeln. Mit Hilfe größerer Blöcke lassen sich nun vor allem Videos in High Definition HD deutlich effizienter kodieren.

In Kombination mit dem momentan im Aufbau befindlichen LTE-Netz können somit Videos und andere Datenmengen nicht nur schneller übertragen werden, sie haben auch kürzere Verzögerungszeiten. Das ist vor allem wichtig für Videokonferenzen sowie vor dem Hintergrund einer zunehmenden Verbreitung und Nutzung mobiler Endgeräte.

(mb)

Marc Brümmer

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