Energie & Umwelt

Neues Verfahren zur PV-Modulproduktion senkt Kosten um 14%

Das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE in Freiburg ist das größte Solarforschungsinstitut in Europa. Gemeinsam mit dem Glasspezialisten Bystronic glass wurde eine neue Modultechnologie entwickelt, die die Kosten der Modulproduktion ohne Solarzellen um 30 bis 40% reduziert und damit die Gesamtkosten eines PV-Moduls, je nach Solarzelle, um rund 14% senkt.

Das Wafer basierte TPedge-Solarmodul kann deutlich schneller und kostengünstiger produziert werden als herkömmliche Wafer-Module. Das wird durch einen einfacheren Modulaufbau und eine völlig neuartige Produktionstechnologie ermöglicht: Die Zellmatrix wird punktuell zwischen zwei Glasscheiben fixiert. Dadurch fällt der Einsatz von Folien und das dazugehörige Laminieren weg. Die Randabdichtung des TPedge-Moduls erfolgt in einem innovativen Produktionsschritt über die Applikation des thermoplastischen Materials TPS®, wodurch auch ein zusätzlicher Aluminiumrahmen entfällt. Durch die Zeitersparnis kann ein Modul in unter einer Minute produziert werden, statt bislang wie im Standardverfahren in 16 Minuten.

Das „Tpedge-Modul“ hat nun bereits die mechanische Lastprüfung und die Hagelprüfung erfolgreich durchlaufen. Im laufenden Jahr 2012 fertigen die beiden Partner rund 200 Tpedge-Module für den Einsatz in der Fassade eines institutseigenen Laborneubaus. Dadurch soll die TPedge-Technologie zunächst erprobt und weiterentwickelt werden.
 

 

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