Wirtschaft

Neun Millionen Euro Kartellstrafe gegen deutsche Cappuccino-Hersteller

Das Bundeskartellamts hat wegen verbotener Preisabsprachen bei Instant-Cappucino eine Strafe in Höhe von neun Millionen Euro gegen drei deutsche Kaffeeröster verhängt. Betroffen sind Kraft Foods Deutschland und der nordrhein-westfälische Kaffeehersteller Krüger. Dem Bremer Melitta Kaffee GmbH hingegen wurde als drittes Mitglied im Preiskartell die Strafe erlassen, weil das Unternehmen die Aufsichtsbehörde über die Preisabsprachen informiert hatte. Den Wettbewerbshütern zur Folge haben sich leitende Mitarbeiter der Unternehmen in Telefongesprächen über Höhe und Zeitfenster der beabsichtigten Preiserhöhung abgesprochen.

Im Jahr 2009 wurde bereits eine Kartellstrafe in Höhe von 159,5 Millionen Euro gegen die Kaffeeröster Tchibo, Melitta und Dallmayr wegen Absprachen bei Röstkaffeeprodukten wie Filterkaffee verhängt. 2010 folgte eine 30 Millionen Euro Strafe gegen acht Kaffeeröster, Manager und den Branchenverband. Damit seien nun laut dem Kartellamt die Verfahren wegen Preisabsprachen im Bereich Kaffee und Cappuccino abgeschlossen. Den deutschen Verbrauchern sei insgesamt ein Schaden von 4,8 Milliarden Euro entstanden.

 

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