Technologie

Newsflash: 21.09.2010

1. Elektroauto-Allianz – Chinesischer Autobauer will mit RWE den EU-Markt erobern.
2. Solarautos – European Solar Challenge in Belgien.
3. Gedankengesteuerter Rollstuhl entwickelt.
4. EU-Kommission – Beschleunigung des Breitband-Ausbaus in Europa:
5. Militärtechnologie – Israel ordert 20 Kampfjets der fünften Generation.
6. Militärtechnologie – Russland steigt zum weltgrößten Panzerexporteur auf.

 

Elektroauto-Allianz – Chinesischer Autobauer will mit RWE den EU-Markt erobern:
Der chinesische Pkw- und Batterienhersteller BYD, an dem auch der US-Milliardär Warren Buffett beteiligt ist, arbeitet mit Daimler an der Entwicklung und Produktion eines Elektroautos. Aber bereits nächstes Jahr will BYD seine derzeitigen Elektroautos in Deutschland verkaufen. Zusammen mit dem Energiekonzern RWE sollen Paketangebote geschnürt werden, mit denen die Kunden dann den Strom für Ihre E-Autos gleich mitgeliefert bekommen. Ab 2012 wollen beide Unternehmen dann die Pauschalangebote europaweit vermarkten. Kernpunkt ist u.a., gemeinsame Normen für die Wechsel- und Gleichstrom-Infrastruktur von Ladestationen für Elektroautos in Europa und China zu entwickeln. BYD bietet bereits einen Hybrid und ein reines E-Auto an, das mit einer Batterieladung 300 km weit kommen soll. Ein vollständiger Ladevorgang an einer RWE-Schnellladestation soll in weniger als einer Stunde möglich sein. Momentan betreibt RWE deutschlandweit 450 Ladestationen. Auch Volkswagen kooperiert mit BYD bei Batterien für Elektrofahrzeuge.

 

Solarautos – European Solar Challenge in Belgien:
Sechs Topteams aus Europa werden an der European Solar Challenge am kommenden Wochenende im belgischen Genk, unweit von Maastricht, an den Start gehen. Am Samstag finden in mehreren Städten der Region Präsentationen statt, am Sonntag findet dann in Form eines Rennens ein direkter Leistungsvergleich statt. Die Geschwindigkeits- und Fahrstabilitätstests sollen zeigen, wie weit die technologische Entwicklung der Solarcars mittlerweile gereift ist.
 

 

Gedankengesteuerter Rollstuhl entwickelt:
Ein Forschungsteam der schweizer École Polytechnique Fédérale de Lausanne (EPFL) hat einen elektrischen Rollstuhl entwickelt, der sich durch Gedanken steuern lässt. Eine Künstliche Intelligenz (KI) unterstützt zudem den Fahrer, Hindernisse zu umfahren. Das Gemisch aus Gedankensteuerung und Künstlicher Intelligenz wird von den Forschern "Shared Control" genannt. Der Fahrer benötigt einen Helm mit Elektroden, um die Gehirnaktivitäten des Fahrers an einen Computer zu senden. Dieser interpretiert die Daten und leitet daraus die Manöver des Rollstuhlfahrers ab. Die Reaktion des Rollstuhls erfolgt innerhalb nur rund einer Sekunde. Um diese Kommandos zu ergänzen und die Anstrengung für den Fahrer zu minimieren, unterstützt die KI den Lenkprozess mittels Umgebungsdaten zweier Kameras. Ein Video ist auf youtube eingestellt.

 

EU-Kommission – Beschleunigung des Breitband-Ausbaus in Europa:
Die EU-Kommission hat bei Investitionen in neue Glasfaserkabel für mehr Rechtssicherheit gesorgt. Sie will damit ultraschnelle Internetverbindungen in der EU mit Blick auf die gesamte Volkswirtschaft fördern. Dies sei unverzichtbar für Wachstum und Wohlstand. Ziel des beschlossenen Pakets ist eine gute Balance zwischen der Förderung von Investitionen und der Wahrung des Wettbewerbs. Im Detail geht es um den Zugang zu den Glasfasernetzen, so dass sie auch Konkurrenten zu fairen Bedingungen nutzen dürfen. Derzeit hat die EU zwar schon im Schnitt die weltweit höchste Breitbandverbreitung, allerdings verfügen nur ein Prozent Haushalte über ein glasfasergestütztes Hochgeschwindigkeits-Internet. Bis 2020 soll ein Wert von 50% erreicht werden. Der Verband der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten  (VATM) begrüßte das Kommissionspaket. Die Behörde habe "die möglichen Gefahren neuer monopolartiger Strukturen beim Ausbau der Glasfaserinfrastruktur" erkannt.

 

Militärtechnologie – Israel ordert 20 Kampfjets der fünften Generation:
Die israelische Regierung hat den Erwerb von Kampfjets der fünften Generation bei den USA bestätigt. Demnach soll Israel zwischen 2015-2017 insgesamt 20 F-35 (Joint Strike Fighter) erhalten. Der Kaufpreis liegt bei rund drei Mrd. USD. Wahrscheinlich ist, dass dieser Wert auf die US-Militärhilfe angerechnet wird. Das Geschäft war vor einem Monat vom israelischen Verteidigungsministerium gebilligt worden und wurde nun in einer Sitzung des militärpolitischen Komitees endgültig bestätigt.

 

Militärtechnologie – Russland steigt zum weltgrößten Panzerexporteur auf:
Russland ist zum weltweiten Spitzenreiter beim Export von Panzern aufgestiegen. In dem Zeitraum von 2006 bis 2009 wurden insgesamt 482 neue Panzer im Wert von 1,57 Milliarden US-Dollar exportiert. Indien hat am meisten gekauft: Im Rahmen eines 2001 geschlossenen Vertrags hat der Subkontinent bereits 310 Panzer des Typs T-90S erhalten. 2007 wurde ein weiterer Vertrag gezeichnet, wonach Indien 347 Panzer direkt kaufen oder in russischer Lizenz bauen kann. Weitere 185 T-90S gingen an Algerien, 92 T-72M1M an Venezuela, 41 T-80U/UK an Zypern und zehn T-90S an Turkmenistan. Aserbaidschan und Uganda haben 62 beziehungsweise 23 gebrauche Panzer gekauft.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.