Regionales

Niedersachsen: Förderungsaufwand der positiven wirtschaftlichen Entwicklung angepasst

Der Niedersächsische Staatssekretär für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr Oliver Liersch hat heute eine positive Bilanz der Wirtschafts-, Arbeitsmarkt- und Infrastrukturentwicklung in Niedersachsen im vergangenen Jahr 2011 gezogen: „Zwei Jahre nach dem durch die weltweite Finanzkrise ausgelösten Konjunktureinbruch hat sich 2011 das wirtschaftliche Wachstum des Jahres 2010 ungebrochen fortgesetzt. Nach Angaben des Landesbetriebes für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen stieg das Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2011 gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum um 3,2 %. Damit kann für 2011 in Niedersachsen eine sehr dynamische, positive Wirtschaftsentwicklung konstatiert werden."

Vor dem Hintergrund der positiven wirtschaftlichen Entwicklung wurde das Fördervolumen wieder auf das Vorkrisenniveau zurückgefahren. „Von den insgesamt 855 Mio. Euro, mit denen die NBank 2011 im Auftrag der Landesregierung gefördert hat, sind 496 Mio. Euro durch das Wirtschaftsministerium vergeben worden. Damit wurden 2.253 Arbeitsplätze und 246 Ausbildungsplätze sind durch die Förderungen neu geschaffen. Insgesamt wurden 3.250 Unternehmen gefördert", erläuterte der Staatssekretär.

Erfreut zeigte sich NBank-Vorstandsvorsitzender Michael Kiesewetter, dass auch 2011 wieder zahlreiche kleine und mittlere Unternehmen vom Niedersachsen-Kredit und dem im April 2011 neu aufgelegten Niedersachsen-Gründerkredit profitieren konnten. „55% der Bewilligungen der Kredite entfielen auf kleine Unternehmen, also Unternehmen mit weniger als 10 Mitarbeitern." Die Förderung sei damit dort angekommen, wo sie am dringendsten benötigt werde, sagte der NBank-Vorstandsvorsitzende weiter. „Mit den von uns ausgegebenen Niedersachsen-Krediten und Niedersachsen-Gründerkrediten sind 2011 Investitionen von insgesamt 465 Mio. Euro ausgelöst worden", erklärte Kiesewetter.

Das Fördervolumen des Wirtschaftsministeriums im Jahr 2011 setzt sich aus Maßnahmen der Wirtschaftsförderung (337 Mio. Euro), der Arbeitsmarktförderung (49 Mio. Euro) und der Infrastrukturförderung (110 Mio. Euro) zusammen.

Zum Ausblick auf das laufende Jahr 2012 führte Liersch aus: „Auch in diesem Jahr steht die Förderung der Aus- und Weiterbildung in Niedersachsen im Fokus, um das Arbeitskräftepotenzial unseres Landes bestmöglich auszuschöpfen. Darüber hinaus liegt eine zweiter Schwerpunkt auf der Infrastrukturförderung, um die wirtschaftsnahe Infrastruktur, den Tourismus sowie die Verkehrsinfrastruktur in Niedersachsen zu stärken."

Mit Blick auf die sich abzeichnenden Veränderungen in der europäischen Förderkulisse wies Liersch darauf hin, dass eine wesentliche Aufgabe der NBank in diesem Jahr darin liege, ihre Strukturen an den ab 2014 veränderten Förderrahmen anzupassen. „Die NBank wird weiterhin die Effizienz und Produktivität ihrer Prozesse steigern, um durch ihre Beratung und Förderung einen für Land wie Kunden signifikanten Fördermehrwert zu schaffen", sagte Liersch.
 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.