Regionales

Niedersachsen: Zukunftsregionen Gesundheit stellen erste Ergebnisse vor

Niedersachsens Zukunftsregionen Gesundheit stellen heute in Hannover bei ihrer zweiten Fachtagung aktuelle Ergebnisse und Erfahrungen des Modellprojekts vor.

Die drei niedersächsischen Zukunftsregionen Gesundheit, die Landkreise Emsland, Heidekreis und Wolfenbüttel, entwickeln gemeinsam mit den Partnerinnen und Partnern vor Ort verbesserte und neue Formen der gesundheitlichen Versorgung. „Vor allem in ländlichen Gegenden ist die Herausforderung groß, eine qualitativ hochwertige Gesundheitsversorgung auch zukünftig sicher zu stellen", sagt Niedersachsens Gesundheitsministerin Aygül Özkan. Daher hatte das Niedersächsische Gesundheitsministerium gemeinsam mit der AOK Niedersachen sowie der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen das Modellprojekt aus der Taufe gehoben. „Nur die Akteure vor Ort wissen, wo der Schuh drückt. Deshalb ist es dringend nötig, die Zusammenarbeit der unterschiedlichen Leistungsanbieter auf lokaler Ebene zu erproben und übertragbare Lösungsansätze zu entwickeln", so Özkan.

Folgende positive Ergebnisse lassen sich für alle drei Modellregionen feststellen:
– Die Kommunikation zwischen den vor Ort im Gesundheitswesen Beteiligten hat sich verbessert. Neue Kommunikationsplattformen wurden geschaffen.
– Der Vernetzungsgedanke wird gefördert und weitergeführt.
– Die Landkreise, Städte und Gemeinden haben die Gesundheitsversorgung als Standortfaktor erkannt.

Die Gesundheitsregionen haben sich etabliert. Die Wege, die sie beschreiten, führen zu ersten greifbaren Ergebnissen. Sie sind so unterschiedlich wie die Problemlagen vor Ort. So nimmt sich beispielsweise der Heidekreis unter anderem der Problematik der Kinderbetreuung an, um Ärztinnen und Ärzten in den Krankenhäusern die Chance zu bieten, ihren Beruf und ihre Familie miteinander vereinbaren zu können. Ebenfalls auf dem Programm steht eine interdisziplinäre Pflegekonferenz, die die Versorgung demenziell erkrankter Heimbewohnerinnen und Heimbewohner verbessern soll. Im Emsland hat bereits ein Demenz-Service-Zentrum seine Arbeit aufgenommen und eine sogenannte Besuchsärztin versorgt regelmäßig die Bewohnerinnen und Bewohner in Lingener Altenpflegeheimen. Im Landkreis Wolfenbüttel steht unter anderem die Hilfe für psychisch erkrankte Menschen im Fokus. So wird dort eine Krisencard entwickelt, die der besseren Verständigung zwischen Patient, Klinik und sozialem Umfeld in Notfällen dienen soll. Daneben soll ein Wegweiser Ratsuchenden Hilfestellung bei psychischen Problemen und Erkrankungen bieten.

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