Regionales

Nordrhein-Westfalens Landwirte setzen auf erneuerbare Energien

In 7.967 landwirtschaftlichen Betrieben Nordrhein‑Westfalens wurden zwischen April 2009 und März 2010 Anlagen zur Nutzung erneuerbarer Energien betrieben. Wie Information und Technik Nordrhein‑Westfalen als Statistisches Landesamt anhand jetzt vorliegender Ergebnisse der Landwirtschaftszählung 2010 mitteilt, nutzten damit bereits rund 22 Prozent aller 35.750 landwirtschaftlichen Betriebe im Land mindestens eine Möglichkeit zur Erzeugung erneuerbarer Energien. Dabei wird nicht unterschieden, ob die erzeugte Energie an Dritte abgegeben oder im eigenen Betrieb genutzt wurde. Im Münsterland liegt der Anteil der landwirtschaftlichen Betriebe mit Anlagen zur Nutzung erneuerbarer Energien mit 27,3 Prozent landesweit am höchsten.

Die Landwirte setzten vornehmlich auf die Nutzung von Sonnenenergie in Form von Photovoltaik- oder Solarthermieanlagen, die allein in 20,5 Prozent aller Betriebe zu finden waren. Die meisten Solarenergieanlagen wurden in den Münsterlandkreisen Borken (735 Anlagen), Steinfurt (647) und Warendorf (624) betrieben. Im Rheinland war der auf Platz vier liegende Kreis Kleve mit insgesamt 478 Anlagen führend.

Darüber hinaus gaben 527 nordrhein-westfälische Betriebe bei der Landwirtschaftszählung 2010 an, Windkraftanlagen zu betreiben. Außerdem erzeugten 299 Betriebe Biogas durch Vergärung von Biomasse. Die dafür benötigten Biogasanlagen waren schwerpunktmäßig in Westfalen zu finden. In knapp 90 Prozent der westfälischen Anlagen wurde Gülle – allein oder zusammen mit Energiepflanzen – als Rohstoff zur Biogaserzeugung eingesetzt.

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