Regionales

NRW: Ausnahmeregelungen zur Fußball-Europameisterschaft – Public Viewing auch am späten Abend möglich

Die Fußballfans in NRW können die Spiele der Europameisterschaft in Polen und der Ukraine wieder auf Großbildleinwänden in den Innenstädten verfolgen. In einem gemeinsamen Erlass mit dem Innenministerium und dem Sportministerium hat Umweltminister Johannes Remmel die Kommunen aufgefordert, von den bestehenden Ausnahmeregelungen im Landes-Immissionsschutzgesetz Gebrauch zu machen und für das Public-Viewing entsprechende Ausnahmen von der Nachtruhe zu erteilen. Das gilt für die Fußball-EM vom 8. Juni bis 1. Juli und auch für die Olympischen Spiele vom 27. Juli bis 12. August.

Da einige Spiele länger dauern werden als 22 Uhr, kann die dann normalerweise geltende Nachtruhe nicht immer eingehalten werden. Die Kommunen können hierzu Ausnahmegenehmigungen erteilen, wobei das Ruhebedürfnis der Anwohner berücksichtigt werden muss. „Es muss ein Ausgleich gefunden werden zwischen dem Bedürfnis nach Ruhe der Anwohnerinnen und Anwohner und dem Interesse der Fußballfans, die die Spiele live, draußen und in Gemeinschaft erleben wollen“, sagte Umweltminister Johannes Remmel. Die Kommunen, bzw. die Veranstalter, müssen in jedem Fall dafür sorgen, dass die Sicherheit der Besucherinnen und Besucher gewährleistet ist. Außerdem müssen sie alle technischen und organisatorischen Möglichkeiten nutzen, um die Störung der Anwohnerinnen und Anwohner so gering wie möglich zu halten. Dabei kann auf die guten Erfahrungen, die in den vergangenen Jahren bei Public-Viewing-Veranstaltungen gemacht worden sind, zurückgegriffen werden.

Das Umweltministerium empfiehlt den Kommunen, laute Fan-Artikel wie Druckluftfanfaren oder Vuvuzelas beim Public-Viewing zu untersagen, weil damit eine Gehörgefährdung für andere Besucherinnen und Besucher verbunden sind sowie mögliche Notfalldurchsagen übertönt werden können.

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