Regionales

NRW: Die meisten Ehen wurden im „verflixten siebten Jahr“ geschieden

2011 haben sich in Nordrhein‑Westfalen erstmals die meisten Ehepaare im siebten Ehejahr scheiden lassen. Wie Information und Technik Nordrhein‑Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, wurden 2.409 (5,4 Prozent) der insgesamt 44.501 geschiedenen Ehen im sprichwörtlichen "verflixten siebten Jahr" geschieden. Die nach einer Dauer von sechs (2.405) und fünf (2.371) Jahren gelösten Ehen folgten dicht auf. Im Verlauf der letzten 20 Jahre beobachteten die Statistiker einen Trend zu länger andauernden Ehen bei Scheidungspaaren: Die durchschnittliche Ehedauer stieg von 1991 bis 2011 von 12,3 Jahre auf 14,3 Jahre. Bei der Betrachtung aller Scheidungen ergibt sich, dass mehr als ein Viertel (28,1 Prozent) der im Jahr 2011 geschiedenen Paare ihre Ehe nicht über das „verflixte siebte Jahr“ hinaus fortgeführt haben. Im Jahre 2001 hatte dieser Wert bei gut einem Drittel (34,8 Prozent), 1991 bei 38,1 Prozent gelegen.

1991 wurden die meisten Ehen nach einer Dauer von vier Jahren geschieden; der Anteil an den Scheidungen insgesamt lag bei 6,9 Prozent (2001: sechstes Ehejahr bzw. 6,7 Prozent aller Scheidungen). Bei den vorliegenden Ergebnissen ist zu berücksichtigen, dass dem Gros der Scheidungen (85,7 Prozent) eine einjährige Trennungsphase vorausging. Die Trennung erfolgte demzufolge überwiegend ein Jahr früher.

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