Regionales

NRW-Regierung untersagt Fracking in Erdgasbohrungen

Unkonventionelle Fördermethoden von Rohstoffen wie Öl und Gas rücken auf der Welt immer mehr in den Vordergrund. Auch in Deutschland ist momentan das Fracking, das Herauslösen von Schiefergas durch das aufwendige Aufbrechen von Gestein, im Gespräch. Die Unternehmen stehen bereits in den Startlöchern, um diese Vorkommen zu erschließen, wie beispielsweise im Kreis Minden/Lübbecke wo bereits 2010 Probebohrungen durchgeführt wurden. Jetzt zieht die NRW-Regierung aber die Notbremse. Wirtschaftsministerium und Umweltministerium sprechen sich in einem neuen Erlass zur Regelung der Entscheidungsgrundlage für Bohrungen ganz klar gegen das Fracking aus, bis die Auswirkungen dieses Verfahrens auf Mensch und Natur vollkommen geklärt sind. „Der Schutz der Menschen und der Umwelt hat für die Landesregierung oberste Priorität. Daher wollen wir zunächst die Ergebnisse eines umfassenden Gutachtens abwarten, das die Folgen der umstrittenen Fracking-Methode offenlegt“, so Umweltminister Johannes Remmel und Wirtschaftsminister Harry K. Voigtsberger. Bis das Gutachten voraussichtlich im Sommer 2012 vorliegt, wird die Regierung keinen Genehmigungen für Erdgasbohrungen zustimmen. Kritiker befürchten unter anderem, dass das Grundwasser durch die giftigen Stoffe, die beim Fracking unweigerlich freigesetzt werden, verunreinigt werden könnte.

Eine derartige Umweltprüfung ist bundesweit derzeit bei der Erschließung solcher Vorkommen nach geltenden Bergrecht nicht zwingend nötig. Die NRW-Regierung versucht derzeit eine solche verpflichtende Umweltprüfung auch auf Bundesebene durchzusetzen. Bisher kamen die Länder jedoch zu keiner Einigung. Bohrungen zur geologischen Erkundung und Wassergewinnung bedürfen in der NRW jedoch weiterhin keines besonderen Umweltgutachtens.

 

 

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