Nordrhein-Westfalen

NRW setzt Zeichen gegen Misshandlung von Frauen

Tag für Tag werden Frauen gedemütigt, geschlagen und vergewaltigt – häufig von ihrem eigenen Partner. „Wo Gewalt anfängt, hört aber die Privatsphäre auf“, erklärte Emanzipationsministerin Barbara Steffens anlässlich des weltweiten Aktionstags gegen Gewalt an Frauen „One Billion Rising“ in Düsseldorf. „Dieser Aktionstag kann eine besondere Kraft entfalten, wenn weltweit Menschen auf die Straße gehen gegen die Misshandlung und Unterdrückung von Frauen“, so Steffens weiter.

Gewalt gegen Frauen ist auch in Nordrhein-Westfalen ein Problem. Das verdeutlicht die Zahl von rund 25.000 Polizeieinsätzen wegen häuslicher Gewalt in 2011. „Es gibt keine Kavaliersdelikte im Gewaltbereich“, betont die Ministerin. Die Landesregierung finanziert Schutz- und Hilfeangebote für von Gewalt betroffene Frauen mit rund 15,7 Millionen Euro pro Jahr. Dazu gehören 62 Frauenhäuser, 57 Frauenberatungsstellen, 46 Fraueninitiativen gegen sexualisierte Gewalt sowie acht spezialisierte Beratungsstellen für Menschenhandelsopfer. Im Rahmen eines „Landesaktionsplans gegen Gewalt an Frauen und Mädchen“ sollen die vorhandenen Schutz- und Hilfeangebote qualitativ weiterentwickelt werden.

Hinweis:

Ministerin Steffens wird heute um 15.00 Uhr die Aktion zu „One Billion Rising“ in Düsseldorf auf dem Johannes-Rau-Platz besuchen.

„One Billion Rising“ wurde im vergangenen Jahr von der amerikanischen Feministin, Autorin und Künstlerin Eve Ensler für den diesjährigen Valentinstag ins Leben gerufen. „Billion“ steht für die Milliarde weiblicher Gewaltopfer. Die Kampagne hat ihren Ursprung in der V(agina)-Day-Bewegung gegen Gewalt an Frauen und für Gleichberechtigung. Die ebenfalls von Ensler initiierte V-Day-Bewegung begeht ihren 15. Jahrestag. Diese Hilfeorganisation sammelt weltweit durch viele verschiedene Aktionen Geld für von Gewalt betroffene Frauen. Sie finanzierte damit u. a. bereits Frauenhäuser im Kongo und im Irak, in Haiti, in Kenia sowie in Ägypten.

(NRW)

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