Wirtschaft

Nur 4% der Deutschen achten bei der Geldanlage auf ethische, ökologische oder soziale Aspekte

Einer Umfrage der Beratungsgesellschaft Faktenkontor und des Marktforschungsunternehmens Toluna ergab, dass nur 4% der Deutschen bei ihren Geldanlagen auf das Thema „Verantwortung“ achten. Demnach achtet nur einer unter 25 darauf, ob ihre Anlagequellen auch ethische Kriterien erfüllen und beispielsweise ökologische oder soziale Ziele verfolgen.

Knapp die Hälfte der Befragten gab an, dass für sie die Sicherheit im Sinne geringer Wertschwankungen am wichtigsten sei. Für 21% zählt die Höhe der Rendite am meisten – womit diese erzielt ist dann demnach zweitrangig. 49% gaben zudem an, über ein gutes oder sehr gutes Know-how über Kapitalanlagen zu verfügen: 55% von dieser Gruppe bevorzugen Tagesgeldkonten, 43% Festgeld und für 31% sind Aktien ebenfalls eine Option.

Die Zahlen lassen in der Gesamtschau den Schluss zu, dass es mit dem politischen Verständnis der Befragten ziemlich düster aussieht. Artikel 14 Absatz 2 des Grundgesetzes besagt: „Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen.“ In wie weit beispielsweise Investitionen in Rüstung, Rohstoffspekulations-Fonds oder in die Mineralölindustrie diesem Grundgesetz genügen, liegt auf der Hand. Nicht zuletzt die Finanzkrise 2008 hat gezeigt, dass es sehr wohl von großer Bedeutung ist und die Anleger durchaus in der Verantwortung stehen, in was für Produkte sie investieren und was sie mit ihrem Geld letztendlich fördern – oder eben nicht. ("You’re either part of the solution or you’re part of the problem", Eldrige Cleaver.)
(mb)
 

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