Neue Medien

Offener Brief: Google+ soll Pseudonyme zulassen

28 Netzaktivisten, Blogger und Bundestagsabgeordnete haben Google in einem Offenen Brief aufgefordert, auf der Social Media Seite Google+ künftig auch Pseudonyme zuzulassen. Bislang muss man sich mit seinem Klarnamen, dem echten Namen anmelden. Pseudonyme seien aber eine wichtige Schutzfunktion, da eine freie Meinungsäußerung ohne Angst vor Ächtung oder Nachteilen „essentiell für die freie Meinungsbildung in einer Demokratie“ sei. Pseudonyme seien daher, aber nicht nur, insbesondere für Bürger in totalitären Staaten ein notwendiger Schutz vor Repressionen. Und nicht zuletzt würden sich auch in der Realität die Menschen zunächst ohne Namensnennung begegnen und sich dann erst anschließend einander vorstellen. Google wurde auch auf das deutsche Telemediengesetz (TMG) hingewiesen, wonach die Nutzung von Internet-Diensten „grundsätzlich nicht an die Verwendung des echten Namens und auch nicht an einen Rufnamen gekoppelt sein soll, sondern pseudonym zu ermöglichen ist“.

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