Wirtschaft

Optimierung von Messeauftritten, Grüne Woche 2011, Motorradwelt, …

Meldungen des Tages (02.02.2011) präsentiert vom BlachReport

 

Wegeverlaufsanalysen helfen bei der Optimierung von Messeauftritten

Bei der Konzeption von Messeständen wird von den Planern zwar stets das von den Besuchern zu erwartende Verhalten als Annahme in die Planung integriert und berücksichtigt, aber in der Realität kann das Wegeverlaufsverhalten dann doch ganz anders aussehen. Systematische Verhaltensbeobachtungen sind eine geeignete Erhebungsmethode, um die Übereinstimmung von Layout-Konzepten und Besuchsrealität zu überprüfen. Nicht immer verhalten sich Kunden so, wie sie es idealerweise sollten. Insbesondere Wegeverlaufsanalysen liefern hier aussagekräftige Ergebnisse. Dabei wird strukturiert beobachtet, wie ein Messestand durch die Besucher erschlossen wird.

Wegeverlaufsanalysen machen Besucherströme und Besucheraktivitäten auf dem Messestand sichtbar. Wichtige Erkenntnisse, die daraus gewonnen werden sind die Verweilzeiten in den einzelnen Bereichen, der Grad des Interesses an den einzelnen Produkten und Exponaten, der Beratungsbedarf und das Beratungsinteresse in den einzelnen Bereichen, mögliche Staupunkte sowie mögliche Umkehrpunkte, an denen Besucher die Richtung wechseln.

Die von FairControl, einem Anbieter aus Gräfelfing bei München, zur Datenerhebung eingesetzten Verfahren sind die verdeckte Wegeverlaufsanalyse durch FairControl Mitarbeiter oder videogestützt sowie die Rekonstruktion der Laufwege und des Besucherverhaltens auf einem schematischen Grundriss durch die Befragten selbst. Bei der verdeckten Wegeverlaufsanalyse wissen die beobachteten Personen nicht, dass sie beobachtet werden: sie verhalten sich daher natürlich und unbeeinflusst. Auf einem schematischen Grundriss des Messestands werden die Wege nachgezeichnet, die die einzelnen Besucher zurücklegen. Eine weniger genaue, dafür aber kostengünstigere Alternative ist die kartografische Rekonstruktion des Wegeverlaufs durch die Besucher selbst. Sobald die Besucher den Stand oder Laden verlassen, wird ihnen ein Grundriss vorgelegt, auf dem sie ihre Laufwege beziehungsweise die Reihenfolge der besuchten Bereiche angeben können.

Zusätzlich zum Wegeverlauf werden an den einzelnen Verweilpunkten die genauen Verhaltensweisen der Standbesucher festgehalten. Das geschieht mit Hilfe eines detaillierten, standardisierten Beobachtungsschemas. Dieses Beobachtungsschema definiert exakt, welche Situationen und Verhaltensabläufe wie zu beobachten sind. Es beinhaltet das Beobachtungsereignis (welche Ereignisse sollen beobachtet werden?), die Beobachtungseinheiten (das, worauf sich die Beobachtung richtet), die Beobachtungskategorien (worauf ist bei dem Ereignis zu achten? In welchen Kategorien ist es festzuhalten?) sowie generelle Angaben zu Zeit und Ort.

Die vielfältigen Erkenntnisse aus den Wegeverlaufsanalysen fließen nicht nur in die allgemeine Planung und Gestaltung nachfolgender Messestände ein, sondern beeinflussen auch sehr stark das Thema Produktpräsentation und Gestaltung des Umfeldes von Präsentationen. Für die Vorbereitung des Standpersonals auf ihren Einsatz spielen die Ergebnisse der Wegeverlaufsanalyse und das Besucherverhalten ebenfalls eine wichtige Rolle.

Info: www.faircontrol.de

 

Grüne Woche 2011: Mehr Leitmesse denn je

Mit einem deutlichen Besucher-Plus endete die Internationale Grüne Woche Berlin 2011. Über 415.000 Besucher (2010: 400.000) strömten vom 21. bis 30. Januar in die Messehallen unter dem Berliner Funkturm. Die Pro-Kopf-Ausgaben der Verbraucher waren mit 110 Euro im Vergleich zum Vorjahr etwas höher und bescherten den Ausstellern Umsätze von mehr als 45 Millionen Euro (2010: 42 Mio. Euro). Erneut wurden über 100.000 Fachbesucher im Verlauf der Messe registriert, die sich unter anderem auch auf den rund 300 Messe begleitenden Konferenzen und Seminaren zum Informationsaustausch trafen. Mit dem hochkarätig besetzten Global Forum for Food and Agriculture, auf dem unter anderem rund 50 Agrarminister sowie 500 Vorstände und leitende Angestellte von Unternehmen der Agrar- und Ernährungswirtschaft diskutierten, hat die Grüne Woche ihren Stellenwert als weltweit bedeutendste agrarpolitische Veranstaltung einmal mehr unter Beweis gestellt. Mit einer Beteiligung von 1.632 Ausstellern aus 57 Ländern (2010: 1.589/56 Länder) und einer Ausstellungsfläche von 115.000 Quadratmetern erreichte die weltgrößte Verbraucherschau für Landwirtschaft, Ernährung und Gartenbau das Rekordniveau der Vorjahre.

Rund 200 Spitzenpolitiker aus dem In- und Ausland statteten der Grünen Woche mit ihren Delegationen einen Besuch ab. Die Präsenz von rund 5.000 Medienvertretern aus 73 Ländern sorgte für weltweite Berichterstattung. Zusätzlich zum Besucheraufkommen hielten sich im Tagesdurchschnitt rund 10.000 Beteiligte wie Aussteller und Standpersonal, Service- und Dienstleistungskräfte sowie Medienvertreter in den Messehallen auf. Das Schülerprogramm der Messe Berlin verzeichnete in diesem Jahr den Besuch von rund 22.000 Schülern aus Berlin, Brandenburg und den angrenzenden Bundesländern.

Die Besucher der Grünen Woche zeigten sich konsumfreudig und gaben mit durchschnittlich 110 Euro pro Kopf etwas mehr als im vergangenen Jahr aus (106 Euro). Dabei wendeten die Besucher für den direkten Verzehr von Speisen und Getränken im Durchschnitt 24 Euro pro Kopf auf (2010: 22 Euro). Zusätzlich wurden Waren im Wert von rund 86 Euro pro Besucher (2010: 84 Euro ) bestellt. Insgesamt summieren sich die Umsätze der Aussteller auf über 45 Millionen Euro (2010: 42 Mio. Euro). Durch die Ausgaben der auswärtigen Besucher und Aussteller generierte die Grüne Woche einen Kaufkraftzufluss von mehr als 150 Millionen Euro für die Hauptstadtregion Berlin.

Die Internationale Grüne Woche hat sich zur wichtigsten agrarpolitischen Plattform in Europa entwickelt. Das diesjährige Global Forum for Food and Agriculture (GFFA) stand vom 20. bis 22. Januar mit dem Leitthema „Handel und Sicherung der Welternährung: Global – Regional – Lokal“ ganz im Zeichen der steigenden Preise für Agrarrohstoffe und der Auswirkungen dieser Entwicklung auf die Ärmsten der Welt. Rund 1.000 Vertreter aus Politik und Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft nahmen am Internationalen Agrarministerpodium im ICC Berlin teil und setzten sich für mehr Transparenz an den internationalen Finanzmärkten und für deren stärkere Regulierung ein.

Veranstaltet wurde die Internationale Grüne Woche Berlin 2011 von der Messe Berlin GmbH. Ideelle Träger waren der Deutsche Bauernverband (DBV) sowie die Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE). Die 77. Grüne Woche findet vom 20. bis 29. Januar 2012 auf dem Berliner Messegelände statt.

Info: www.gruenewoche.de

 

Motorradwelt Bodensee mit Besucherzuwachs

34.200 Besucher, damit 3.600 mehr als im Vorjahr, strömten auf das Messegelände Friedrichshafen, um sich über die aktuellen Modelle zu informieren und Probe zu fahren. Publikumsmagnet war die Stunt-Show der Wrecking Crew, die bei ihren Sprüngen über die Freestyle-Motocross-Rampe vom Publikum bejubelt wurde. Vom 28. bis 30. Januar 2011 war das Friedrichshafener Messegelände somit der Treffpunkt für die Motorrad-Szene aus Süddeutschland, Österreich und der Schweiz.

„Einen besseren Auftakt für das neue Messejahr könnte es nicht geben“, freut sich Messe-Chef Klaus Wellmann. Ebenfalls auf ihre Kosten kamen in diesem Jahr die Anhänger veredelter Motorräder: „Mit der neuen Sonderschau ‚German Performance’ haben wir einen starken Anziehungspunkt für die Customizing-Szene geschaffen, den wir im nächsten Jahr ausbauen werden“, berichtet Petra Rathgeber. Insgesamt präsentierten 215 Aussteller ihr Angebot an Motorrädern, Rollern, Quads, Trikes, Motorrad-Zubehör, Ausrüstung, Accessoires, Customizing und Hotel- sowie Reiseinformationen.

Über 500 „Eisbären“ unter den Messebesuchern trotzten der Kälte und reisten bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt mit dem eigenen Gefährt an. Die nächste Motorradwelt Bodensee findet vom 27. bis 29. Januar 2012 statt.

Info: www.messe-friedrichshafen.de

 

Vidyo stellt Erweiterung für IBM Lotus Sametime

Vidyo, Anbieter von Raum- und Desktop-Videokonferenzlösungen in HD-Qualität, hat eine Erweiterung für IBM Lotus Sametime angekündigt. Das Plug-in für die Client-Software von Lotus Sametime erlaubt es, Gruppenvideokonferenzen in HD-Qualität auf Basis der Lösung von Vidyo durchzuführen. Vidyos prämierte Videokonferenz-Software setzt auf dem Standard H.264 / SVC (Scalable Video Coding) auf. Mithilfe des Plug-ins ist jeder Nutzer von Lotus Sametime in der Lage, eine Chat-Session zu einer Punkt-zu-Punkt-Videokonferenz zu erweitern.

Mithilfe von Vidyos Erweiterung für Lotus Sametime ist es zudem möglich, auch Teilnehmer zu einer Videokonferenz einzuladen, die außerhalb des Unternehmens angesiedelt sind, beispielsweise Kunden oder Vertreter von Partnerfirmen. Um ein Ad-hoc-Meeting einzuberufen, genügt es, an die Teilnehmer eine Einladung in Form eines Links zu senden, der in eine Instant-Message integriert ist. Alternativ dazu ist es möglich, die Einladung mittels E-Mail oder in Form eines Kalendereintrags zu verschicken.

Nutzer von Lotus Sametime können dank des Vidyo-Plug-ins jederzeit und von jedem Ort aus an Multipoint-Videokonferenzen in Telepräsenz-Qualität teilnehmen. Dazu benötigt der User nur einen Desktop-Rechner oder ein Notebook mit einem Internet-Zugang. Vidyo wird die Erweiterung für Lotus Sametime noch in diesem Quartal herausbringen.

Das Vidyo-Plug-in für IBM Lotus Sametime Connect unterstützt die Sametime-Connect-Clients 7.5.1 oder 8.0.2 sowie IBMs Lotus Domino Community Server 7.5.1. Vidyos Software läuft auf Rechnern unter Windows XP und den 32- und 64-Bit-Versionen von Windows Vista und Windows 7, außerdem auf Apple-Rechnern unter Mac OS.

Info: www.vidyo.com/de

 

degefest-TrendAnalyse: Kundenerwartungen 2011

Die degefest (Verband der Kongress- und Seminarwirtschaft) hat mit ihrer Trendanalyse ein Konjunkturbarometer für die Veranstaltungsbranche entwickelt. Unter der Leitung von Prof. Jerzy Jaworski (Hochschule Heilbronn; wissenschaftlicher Beirat der degefest) offenbart die Trendanalyse „Kundenerwartungen 2011“ überraschende Ergebnisse. Hauptsächliches Ziel war es, die unterschiedlichen Prognosen der beteiligten Experten hinsichtlich der Kundenerwartung zu erfassen. Befragt wurden Betreiber von Veranstaltungshäusern, die Auftraggeber der Kunden (PCO, Agenturen) sowie Dozenten. Erstaunlicherweise divergieren die Vorstellungen von einem gelungenen Tagungsaufenthalt teils erheblich. Und das über alle zehn Fragenkategorien hinweg.

Besonders eklatant zeigt sich dies an der Bedeutung des Customer Relationship Management (CRM). Während die PCO, welche in der Umfrage die Kunden repräsentieren, dem Thema eine stark zunehmende Wichtigkeit attestieren, ist die Mehrheit der Dozenten konträrer Meinung. Selbst die Veranstaltungshäuser prognostizieren nur einen moderaten Bedeutungszuwachs. Für 28 Prozent der Befragten ist CRM derzeit sogar kein dringendes Anliegen. „Damit entfernen sich die Kundenvorstellungen beträchtlich von der Erwartungshaltung der Anbieter“, zieht Jaworski eine ernüchternde Bilanz. „Letztere müssen also endlich die Weichen für ein besseres Kundenmanagement stellen, um noch besser auf spezielle Bedürfnisse der Auftraggeber reagieren zu können.“

Die Anforderungen an ein Veranstaltungshaus sind stetig im Wandel. Kunden fordern außergewöhnliche Lokalitäten, Flexibilität des Tagungsortes, Buchungsmöglichkeiten über das Internet und eine starke Dienstleistungsorientierung seitens der Betreiber. Dabei favorisieren die Kunden eine ständige Rundumbetreuung, die unbedingte Einhaltung von Terminabsprachen, eine Transparenz in der Preisgestaltung und eine intensivierte One-Face-Communication. Auch hier weisen Veranstaltungshäuser noch Nachholbedarf auf. Die Erwartungen beim Kontaktverhalten schätzen alle Gruppierungen ähnlich ein. Erstkontakte via E-Mail werden aus praktischen Gründen Briefe und Faxsendungen ersetzen. Telefonate und persönliche Einladungen sind allerdings weiterhin ein probates Mittel.

Die Veranstaltungsorganisation wird zunehmend im Auftrag der Kunden durch professionelle Unternehmen wie PCO oder Destinations Marketing Companies (DMC) übernommen. Gerade bei Großveranstaltungen wie Kongresse und Jahreshauptversammlungen ist das häufiger der Fall. Nur bei kleineren Veranstaltungen können finanzstarke Unternehmen auf die Leistungskapazität der hauseigenen Veranstaltungsabteilungen bauen.

Das Rahmenprogramm wird weiterhin fester Bestandteil von Veranstaltungen sein. Auch bei kürzeren Veranstaltungen legt der Kunde Wert auf einen ansprechenden Eventcharakter. Die Veranstaltungshäuser unterschätzen insbesondere die Nachfrage nach sportlichen Aktivitäten und Begrüßungsabenden in Special Event Locations.

Info: www.degefest.de

 

Hermes Future Forum zur Nachhaltigkeit

Stein Promotions setzte für die Hermes Europe GmbH das erste Hermes Future Forum zum Thema „Corporate Social Responsibilty – Hype oder Fundament unternehmerischen Erfolgs?“ um. Die Veranstaltung fand im Internationalen Maritimen Museum in Hamburg statt. Das Format gab nachhaltige Impulse und vermittelte Managern Perspektiven für die Unternehmenspraxis. Dabei wurde die globale Verantwortung von Unternehmen in komplexer werdenden gesellschaftlichen und politischen Zusammenhängen beleuchtet. Verantwortlich für die Konferenz zeichnete Hermes-Marketingchef Martin Kreiter. Die inhaltliche Konferenzplanung erfolgte mit Hilfe von Strategieberaterin Sweelin Heuss.

Mit dem Hermes Future Forum lud das internationale Logistik- und Service-Unternehmen Hermes erstmals rund siebzig Entscheider aus Wirtschaft und Politik zu einer exklusiven Veranstaltung ein. Im Zentrum der Konferenz stand das Thema unternehmerische Nachhaltigkeit. Auf dem Podium des Internationalen Maritimen Museums Hamburg referierten unter anderem der ehemalige UN-Generalsekretär Dr. Kofi Annan, Friedensnobelpreisträger Prof. Muhammad Yunus, Puma-Vorstandsvorsitzender Jochen Zeitz und Dr. Michael Otto, Aufsichtsratvorsitzender der Otto Group, zu den Grundlagen und Perspektiven von CSR.

Das Hermes Future Forum bot den Gästen den Komfort einer internationalen Konferenz. Die individuelle Betreuung der Gäste und ein reibungsloser Ablauf von Service und Technik standen im Mittelpunkt des Veranstaltungsmanagements. Es erstreckte sich bis hin zu einem abendlichen Dinner im 20. Stock des Hamburger Atlantikhauses, bei dem die Konferenzteilnehmer den Tag abschlossen. „Unsere Vorgabe lautete ‚Null-Fehler-Toleranz‘ in der Durchführung und wir freuen uns, das geschafft zu haben, resümiert Lars Roisch, Geschäftsführer von Stein. Das nächste Hermes Future Forum findet 2012 statt.

Info: www.stein-promotions.com

 

Diese News aus der Branche wurden in freundlicher Unterstützung mit dem BlachReport erstellt.

 

 

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