Technologie

Perfekte Schweißnaht durch thermische Kamera

Bislang sind teure Nacharbeiten notwendig, wie das Umfalzen des Blechs oder das Abdecken mit Zierleisten, um Schweißnähte in Autokarosserien verschwinden zu lassen. Anders beim sogenannten „geregelten Einschweißen“. Dabei durchdringt der Laser nicht alle Bleche, wie beim Durchschweißen, stattdessen wird in das untere Blech nur teilweise eingeschweißt. Dadurch wird eine Naht erzeugt, die nur von einer Seite sichtbar ist. Allerdings war es bisher nicht möglich, diesen Vorgang so präzise zu regeln, dass die Schweißnaht allen Anforderungen an die Festigkeit genügt. Forscher des Fraunhofer IPM haben nun gemeinsam mit Kollegen der Universität Stuttgart und der TU Dresden einen Prototypen entwickelt, der das Einschweißen perfekt beherrscht. Grundlage ist ein neues Kamerasystem, das thermische Bilder in Echtzeit auswertet. Auf diese Weise erkennt das System, wie tief der Laser in die Bleche vorgedrungen ist und passt dann die Leistung des Lasers mit Hilfe einer Software gezielt an und sorgt dadurch für die perfekte Naht. Zudem verdampft an der Nahtunterseite im Gegensatz zum Durchschweißen das Zink nicht. Dies ist ein weiterer Vorteil für den Korrosionsschutz bei verzinkten Karosserien. Das System wertet bis zu 14.000 Bilder pro Sekunde und garantiert dadurch die Prozessregelung in Echtzeit.

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