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Management, Personal, Führung: Mentoring

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Mentoring hat sicherlich jeder schon einmal betrieben. Eltern sind Mentoren für die Kinder, ältere Geschwister sind Mentoren für die jüngeren Geschwister. Freunde sind gegenseitige Mentoren. Auch im Berufsalltag nimmt das Mentoring mehr und mehr zu und hat sich als fester Bestandteil im Unternehmensalltag etabliert. Was alles dazu gehört und welche Vorteile das Mentoring auf das Unternehmen und seine Mitarbeiter hat, lesen Sie im heutigen Beitrag unserer Themenserie Management, Personal, Führung.

Mentoring und dessen Bedeutung

Der Begriff „Mentoring“ beschreibt die Tätigkeit einer erfahrenen Person, ihr Fachwissen und ihre Erfahrungen an unerfahrene Personen weiterzugeben. Die erfahrene Person wird dabei als Mentor, die unerfahrene Person als Mentee bezeichnet. Beim Mentoring wird die Ebene des Vorgesetzten-Untergegeben-Verhältnisses verlassen und außerhalb dieses Bereichs Werte und Know-how vermittelt. So werden Mentees in Netzwerke eingeführt und erhalten hilfreiche Tipps für ihre spätere Karriere.

Der Ablauf des Mentoring-Programms

Das Mentoring-Programm beginnt mit der Auswahlphase. Mentor und Mentee werden aufgrund von Persönlichkeit und den Vorstellungen über den weiteren Karriereablauf meist durch die Personalabteilung ausgewählt und zusammengebracht. Hat man sich gegenseitig gefunden, geht es in die Vereinbarungsphase. Hier werden die Themen, welche das Mentoring abdecken soll vereinbart sowie die Termine und Regeln. Wie oft finden die Mentoring-Gespräch statt? Wie offen darf mit der Entwicklung des Mentorings umgegangen werden? Wie oft sollte der Mentee über die aktuellen Abläufe Feedback geben und vom Mentor erhalten? Weiter geht es mit der Arbeitsphase. In dieser Phase treffen sich Mentor und Mentee zu regelmäßigen Gesprächen über den Arbeitsverlauf und den Fortschritt. Geplante Themen sollten unbedingt besprochen werden und mögliche neue Themen für spätere Gespräche mit aufgenommen werden. Für Konfliktsituationen sind solche Gespräche ebenfalls wichtig. Am Ende steht die Auswertungsphase. Die Parteien blicken auf die gemeinsame Zeit zurück, betrachten die Verbesserungen und Rückschläge und evaluieren das Endprodukt. Wichtig ist, dass das Programm in dieser Phase abgeschlossen wird und der weitere Kontakt bestehen bleibt, allerdings in verminderter Form als zuvor.

Voraussetzungen für effektives Mentoring

Damit das Mentoring zielführend ist, sollten gewissen Voraussetzungen gelten. Der Mentor sollte deshalb…

  • …umfassende Kenntnisse über das Unternehmen sowie die Mentoring-Themen aufweisen.
  • …Grundkenntnisse über entwicklungspsychologische Zusammenhänge haben.
  • …eine hohe Konfliktbereitschaft mitbringen.
  • …aufgeschlossen gegenüber Selbstreflexion sein.
  • …sich auf den anderen einlassen und neue Sichtweisen zulassen.

Mentees hingegen sollten hingegen…

  • …aufgeschlossen gegenüber neuem Wissen sein.
  • …den Willen zum Erfolg mitbringen.
  • …Mut haben, sich neuen, unbekannten Aufgaben zu stellen.
  • …sich an die Absprachen und Terminvereinbarungen halten.
  • …den Mentor über die laufenden Entwicklungen im Projekt up-to-date halten.

Und wieso gibt es manchmal Probleme?

Obwohl die Teilnehmer des Mentoring-Programms genau ausgewählt werden und die Persönlichkeit aufeinander abgestimmt wird, kommt es dennoch zu Problemfällen. Ein zunächst effektives Programm endet im Chaos und in Konflikten. Woran liegt das?

Einer Studie zufolge spielen drei wichtige Faktoren eine Rolle für den Erfolg des Mentoring-Programms: Sympathie, Psychische Unterstützung, Sichtbarkeit.

Ohne Sympathie, kein Erfolg. Dieses Prinzip gilt ebenso in partnerschaftlichen Beziehungen als auch in beruflichen. Wer sich nicht riechen kann, der arbeitet gegeneinander anstatt miteinander. Auch wenn dies manchmal unterbewusst geschieht, beeinflusst es den Erfolg. Übereinstimmungen im sozialen Hintergrund, Persönlichkeit oder auch Arbeitsweisen sollten deshalb genau betrachtet werden.

Gerade junge Leute brauchen Empathie. Als Mentor, der die gleichen Herausforderungen sicherlich schon gemeistert hat, sollte man dem Mentee zur Seite stehen und ihn psychisch unterstützen. Das wirkt sich auf die Beziehung sowie den Erfolg aus.

Das Mentoring-Programm soll nicht nur zwischen den beiden Teilnehmern sichtbar sein, sondern auch für die Mitarbeiter. Die Mitarbeiter möchten sehen, dass sich das Programm lohnt und die Arbeitszeit nicht sinnlos vergeudet wird. Machen Sie die einzelnen Etappen des Programms für die Kollegen sichtbar. Vielleicht gibt es sogar positives Feedback, was die Motivation deutlich erhöht!

Lydia Hagen

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