Wirtschaft

Personalien der KW 19

Vertrag von Linde-Chef Reitzle bis 2014 verlängert
Der Aufsichtsrat des Linde-Konzerns hat den Vertrag mit dem Vorstandschef Wolfgang Reitzle um zwei Jahre bis 2014 verlängert. Reitzle wird dann die Pensionsgrenze von 65 Jahren bei dem Gasekonzern erreichen. Reitzle war 2002 von Ford zu Linde gekommen und ist seit Anfang 2003 Vorstandsvorsitzender. Seit dem hat sich der Aktienkurs nahezu versiebenfacht. Der operative Gewinn soll weiter von 2,9 Milliarden 2010 auf vier Milliarden Euro bis 2014 steigen.

 

Kranhersteller Demag Cranes verlängert Vorstandschef Rauen bis 2007
Demag Cranes sah sich zuletzt und auch aktuell mehrerer Übernahmeangebote ausgesetzt. Nun hat sich der deutsche Kranbauer mit dem Vorstandsvorsitzenden Aloysius Rauen (54) auf einen neuen Vertrag bis 2017 geeinigt. Laut dem aktuellen freiwilligen Übernahmeangebot des US-Rivalen Terex ist das Unternehmen 884 Millionen Euro bewertet. Seit 2009 ist Demag Cranes im MDax gelistet.

 

Aurubis-Chef Drouven verlässt den Konzern
Europas größte Kupferhütte, Aurubis, schreibt die Stelle ihres Vorstandsvorsitzenden aus. Bernd Drouven wird den zum Jahresende auslaufenden Vertrag auf eigenen Wunsch nicht verlängern und den Hamburger Konzern nach drei Jahren an der Spitze verlassen. Zu den Gründen wurden keine Angaben gemacht, Aufsichtsratschef Ernst Wortberg bedauerte den Weggang von Drouven.

 

Middelhoff muss Aktionär Schadenersatz zahlen
Ein Kleinaktionär hat vor dem Essener Landgericht Schadenersatz von dem ehemaligen Vorstandsvorsitzenden des Essener Handelskonzerns Arcandor, Thomas Middelhoff, zugesprochen bekommen. Das Gericht sprach von einer „vorsätzlichen sittenwidrigen Täuschung“ Middelhoff. Dieser habe „zumindest in Kauf genommen, dass Anleger durch die falsche Information in die Irre geführt werden“. Damit stellten die Richter in ihrem Urteil fest, dass sich Middelhoff als Vorstandsvorsitzender durchaus die falschen Erklärungen seines Sprechers zurechnen lassen müsse. Geklagt hatte der Chefredakteur der „Welt“-Zeitungsgruppe Jan-Eric Peters. Er hatte am Morgen des 24. September 2008 nach der Ankündigung eines Arcandor-Sprechers, der Verkauf von Thomas-Cook-Anteilen zur Rettung des angeschlagenen Essener Handelskonzerns werde ausgeschlossen, 20.000 Wertpapiere für sein privates Aktiendepot erworben. Am selben Abend revidierte der Arcandor-Vorstand die Meldung, woraufhin der Aktienkurs des Konzerns einbrach. Peters erlitt bis dato einen Gesamtschaden von 50.000 Euro, von denen er 5.000 Euro geltend gemacht hatte. Das Gericht hat im 2.575 Euro zugesprochen. Der Kläger will nun eine zweite Klage nachlegen. Middelhoff will die zweite Instanz.

 

Chef des Handelskonzern Carrefour übernimmt auch das Frankreich-Geschäft
Lars Olofsson (59), der schwedische Chef des französischen Handelskonzerns Carrefour (Hypermärkte „Carrefour Planet“) übernimmt nach dem Rauswurf des Briten James McCann auch die direkte Verantwortung für das schlecht laufenden Frankreich-Geschäft. Carrefour verliert in Frankreich weiter Marktanteile, auch verschiebt sich weiterhin der Börsengang der Immobiliensparte. Olofsson ist bereits der dritte CEO in knapp sechs Jahren.

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