Wirtschaft

Personalien KW 44

EZB, Commerzbank, Apobank, Weltwirtschaftsforum, Por 7 Sat 1, Google, McDonald’s, Scania:

 

EZB sucht neuen Chef:
Die Europäische Zentralbank EZB sucht einen Nachfolger für Jean-Claude Trichet. Bislang gelten Bundesbank-Präsident Axel Weber und Chef der Banca d’Italia Mario Draghi als aussichtsreichste Kandidaten. Nun wurde Österreichs Notenbank-Chef Ewald Nowotny ins Gespräch gebracht. Als weitere Kompromisskandidaten gelten der Luxemburger Yves Mersch, der Finne Erkki Liikanen sowie der Belgier Guy Quaden.

 

Martin Zielke in den Vorstand der Commerzbank berufen:
Martin Zielke (47) ist neuer Privatkundenvorstand der Commerzbank. Zielke war bislang der Bereichsvorstand im Aufsichtsrat der Bank. Für das Privatkundengeschäft, das sich zuletzt nur knapp in der Gewinnzone halten konnte, war bislang Achim Kassow (44) verantwortlich. Dieser wird sich künftig auf nur noch einen Bereich konzentrieren, das Geschäft in Mittel- und Osteuropa.

 

Apobank entlässt aufgrund von Betrugsvorwürfen zwei Vorstandsmitglieder:
Die Deutsche Apotheker- und Ärztebank hat wegen Missmanagement zwei der drei Vorstände abberufen. Es bestehe der Verdacht auf Bestechung, mögliche Schäden werden noch geprüft. Die Bank sagte allen Mitarbeitern, die im Zuge der weiteren Untersuchung zur Aufklärung von Gesetzesverstößen im Unternehmen beitragen, Verzicht auf Schadenersatzklagen und Kündigungen zu.

 

Geschäftsführer des World Economic Forums (WEF) tritt zurück:
Der operative Leiter des World Economic Forums (WEF), André Schneider (51), tritt zurück. Er war seit 1998 beim Weltwirtschaftsforum tätig und seit sieben Jahren Mitglied der Geschäftsleitung. Die Entscheidung sei aus persönlichen Gründen gefallen. Das nächste Treffen in Davos findet in drei Monaten statt. Die Aufgaben Schneiders sollen gemeinsam von den übrigen Mitgliedern der Geschäftsleitung, dem Managing Board, übernommen werden.

 

Pro Sieben Sat 1 holt Bertelsmann-Manager Ralf Schremper:
Deutschlands größter privater Fernsehkonzern Pro Sieben Sat 1 holt den Chef der Online-Lernplattform und Bertelsmann-Tochter Scoyo Ralf Schremper (38) ins Management. Schremper wird Chef für die Unternehmensentwicklung und Strategie.

 

Google | YouTube-Gründer Chad Hurley gibt Chefposten auf:
Chad Hurley (33), der Gründer von You-Tube – seit 2006 für 1,65 Mrd. Dollar in Aktien die Videoplattform von Google – gibt die Führung der Videoplattform ab. Er werde Google jedoch weiterhin als Berater zur Seite stehen. Auch zwei weitere prominente Google-Mitarbeiter verlassen das Unternehmen: Der Gründer der Mobilfunk-Werbefirma AdMob (Marktführer bei Werbung auf mobilen Geräte), Omar Hamoui, und der Entwickler Lars Rasmussen, einer der Väter des Kartendienstes Google Maps.

 

McDonnald’s Manager Hennequin wechselt zur Hotelkette Accor:
Denis Hennequin (52) war zunächst Chef von McDonald’s in Frankreich, dann in Europa. Nun übernimmt er die Führung der französischen Hotelgruppe Accor. Accor ist mit Sofitel und Pullman (Luxus), Novotel und Mercure (Mittelklasse) sowie Ibis und Etap (Billighotels) der weltweit zweitgrößte Anbieter. Wegen "unterschiedlicher Auffassungen über die Strategie" musste der bisherige Accor-Chef, Gilles Pélisson, der Neffe des Firmengründers, nach fast fünf Jahren den Konzern verlassen.

 

Scania-Chef Leif Östling unter Bestechungsverdacht:
Der Chef des schwedischen Lkw-Bauers und VW-Tochter Scania, Leif Östling, sieht sich Bestechungsvorwürfen ausgesetzt. Zum Jahreswechsel will die Staatsanwaltschaft in Stockholm Anklage gegen Scania und drei oder vier Personen an der Konzernspitze erheben. Es geht um das "Öl für Lebensmittel"-Programm der Vereinten Nationen, dass 1996 eingerichtet worden war, um die Not der Zivilbevölkerung im Irak unter Saddam Hussein zu lindern. Der Irak erhielt damals die Genehmigung, einen Teil seines Öls verkaufen zu dürfen, um damit Lebensmittel, Medikamente und andere Waren zu kaufen. Allerdings verlangte das irakische Regime illegale Kick-Back-Zahlungen, Bestechungsgelder, ohne die für Unternehmen kein Vertragsabschluss möglich war. Scania wollte die Vorwürfe zunächst nicht kommentieren.

 

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