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Personenschutz: Entführungen könnten vermieden werden

[Bild: Arno Bachert / pixelio.de]
Am Morgen des 09.01.2013 wird eine Unternehmergattin in Würzburg Heidingsfeld beim Spazierengehen mit dem Hund entführt. Die gewaltbereiten Täter hatten ihr Opfer vermutlich aufgrund des Vermögens ausgewählt und den Überfall genau vorbereitet. Solche Entführungen könnten vermieden werden.

Immer wieder kommt es vor, dass in Deutschland vermögende Personen entführt werden, um für sie ein hohes Lösegeld zu erpressen. Zuletzt war am 05.10.2012 ein Berliner Investment-Manager am Großen Storkower See in Brandenburg brutal entführt und zwei Tage lang festgehalten worden, bevor er sich selbst befreien konnte. Davor wurde bereits am 10.05.2012 eine 13jährige Unternehmer-Tochter in Tübingen auf dem Weg zur Schule entführt und drei Millionen Lösegeld für ihre Freilassung gefordert.

Die Täter sind in der Regel äußerst gewaltbereit und gehen bei den Entführungen brutal vor. Nicht selten kommt es daher zu schwerwiegenden Verletzungen bei den Opfern. So wurde auch die 62jährige Würzburger Unternehmergattin geknebelt, gefesselt und massiv geschlagen. Die Entführungen werden zwar meist minutiös geplant und gut vorbereitet, die Täter sind jedoch oft keine geübten Profis im Umgang mit Waffen und bei der Tat emotional aufgepuscht. Daher kann es schnell zu Gewaltexzessen kommen, wenn sich das Opfer wehrt, sie gestört werden oder etwas bei der Entführung schief läuft.

Im Fall der aktuellen Entführung soll es sich um osteuropäische Täter handeln, die maskiert und bewaffnet gewesen sein sollen. Zum Überfall verwendeten sie einen weißen Kastenwagen, bei dem die rückwärtigen Fenster mit weißer Folie abgeklebt waren. Dies sind in der Regel typische Hinweise auf eine professionelle Vorbereitung der Täter. Daher ist auch davon auszugehen, dass sie ihr Opfer gezielt auswählten, vermutlich aufgrund des Vermögens. Gerade bei der Opferauswahl wird meist nach monetären Gesichtspunkten entscheiden. Dass sie die Frau aus Würzburg genau um 08.00 Uhr morgens auf dem Weg mit ihrem Hund abpassten deutet darauf hin, dass sie ihr Opfer über längere Zeit ausspionierten und genau wussten, wann und wo eine geeignete Stelle für den Überfall wäre.

Der tägliche Lebensrhythmus mit immer wiederkehrenden festen Verhaltensweisen macht es den Entführern leicht, ihre Taten sorgfältig zu planen. Je ungeplanter ein Tagesablauf ist, desto schwerer fällt es, das potenzielle Opfer vorher zu berechnen bzw. einen geeigneten Entführungsort und -zeitpunkt festzulegen. Daher findet ein Großteil der Entführungen morgens auf dem Weg zur Arbeit oder Schule bzw. abends auf dem Weg nachhause statt. Hier sind die meisten Menschen an relativ feste Zeiten gebunden und haben in der Regel nur wenige Möglichkeiten, ihre Route zu wechseln.

Solche Entführungen sind jedoch vermeidbar, weil gerade hier professionelle Schutzmaßnahmen ansetzen. Um eine Entführung sorgsam vorzubereiten, müssen sich die Täter ein Bild über den Lebensrhythmus ihres Opfers verschaffen. Dazu müssen sie sich in der Regel immer wieder für längere Zeit vor den regelmäßigen Anlaufstellen (also z.B. Haus, Arbeitsstelle, Schule, Kindergarten, Sportstätten etc.) aufhalten, um zu erfahren wann ihre Zielpersonen dort eintreffen ober abfahren. Die Täter gehen dabei meist sehr konspirativ vor und setzen häufig auch technische Hilfsmittel zur Überwachung (Minikameras etc.) ein, um nicht erkannt zu werden. Dabei muss man sie erkennen, dies ist jedoch durch Ungeübte nicht zu schaffen.

Hier helfen nur professionelle Personenschutzkonzepte, bei denen Spezialisten Voraufklärung betreiben, die auf solche Verhaltensweisen der Täter geschult sind und sie bereits bei den Vorbereitungshandlungen erkennen. Personenschutz in Deutschland findet heute in der Regel nur noch durch solche gezielten Voraufklärungsmaßnahem statt. Sie sind geeignet, auffällige Personen, Fahrzeuge oder Situationen frühzeitig zu detektieren. Auch die Sensibilisierung der Schutzpersonen zur Steigerung der Aufmerksamkeit, zum Variierung der Fahrtrouten und zum Verhalten bei Auffälligkeiten gehören zum Schutzkonzept. Darüber hinaus sollten gefährdete Personen über die Möglichkeit zur sofortigen Alarmierung verfügen. Personenschutzsender, um bei einer kritischen Situation sofort einen Alarm auszulösen, sind heute sehr klein und können überall mitgeführt werden.

Im Fall der 62jährigen Unternehmergattin aus Würzburg endete der Fall nochmal glimpflich, weil die Täter ihr Opfer kurz nach der Tat wieder freiließen. Dies ist jedoch nicht immer so, wie die Fälle Oetker, Reemtsma, von Metzler oder kürzlich der Fall Rebasso in Wien zeigten. Bei letzterem wurde der Rechtsanwalt Erich Rebasso am 27.07.2012 in der Tiefgarage seiner Wiener Kanzlei entführt und knapp einen Monat später tot in einem Waldstück in Niederösterreich entdeckt. Die Täter, zwei russische Ex-Polizisten, hatten von der Familie knapp eine halbe Million Euro Lösegeld gefordert.

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Marc Brümmer

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