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Peter Holzer: Heikle Botschaften (3): Umgang mit dominanten Persönlichkeiten

… aus unserer zweiwöchentlichen Themenserie „Heikle Botschaften. Wirkungsvolle Strategien im Umgang mit dominanten Personen“ vom Unternehmensberater und Experten für intelligente Verhaltenslösungen Peter Holzer. Nach Teil 2:  „Hart in der Sache – weich zum Menschen“ heute in Teil 3: „Umgang mit dominanten Persönlichkeiten“.

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Damit Teams gut funktionieren, brauchen wir die Mitarbeit der schwierigen Charaktere. Diese oft als dominant bezeichneten Menschen nennen wir „Katzen“. Kritik wiegeln diese Menschen mit drei Gegenstrategien ab: Annahme, dass der Kritisierende verwirrt ist – Rechtfertigung, dass es keinen Grund zur Kritik gibt – Gegenangriff, falls die ersten beiden Strategien nicht funktionieren. Die Herausforderung für Sie als Überbringer einer heiklen Botschaft ist, den Respekt der „Katze“ zu gewinnen und die Nachricht glaubwürdig und souverän zu platzieren.

Dies erreichen wir durch die Art und Weise, wie wir mit einer dominanten Person sprechen (systematischer Einsatz unserer Körpersprache). Damit Sie sich auf die Ebene des „Wie“ konzentrieren können, brauchen Sie Sicherheit im Inhalt. Das erkennen Sie zum Beispiel bei Barack Obama. Wenn er sich spontan zu heiklen Themen äußern muss, wirkt seine Körpersprache nicht so souverän wie in Wahlkampfreden, die er in Ruhe vorbereiten konnte. Überlegen Sie also, was Sie sagen wollen und üben Sie Ihre Sätze. Dann wird es Ihnen leichter fallen, die fünf Sofort-Hilfen im Umgang mit dominanten Personen anzuwenden:

1. Fokus auf sich selbst

Vergessen Sie den Wunsch, eine Katze zu kontrollieren oder zu verändern. Katzen machen sowieso, was sie wollen. Denken Sie zum Beispiel an einen pubertierenden Teenager. Konzentrieren Sie sich lieber auf sich selbst: wie können Sie sich selbst kontrollieren, führen oder verändern? Kontrollieren Sie zum Beispiel Ihren Atem. Unter Anspannung atmen wir automatisch hoch in die Brust. Atmen Sie stattdessen tief in den Bauch, damit Sie entspannt bleiben. Sie müssen sich wohl im Gespräch mit der Katze fühlen. Und Sie brauchen ein komfortables Gefühl, die folgenden Werkzeuge anzuwenden. Je besser wir uns selber kontrollieren können, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass wir die Katze beeinflussen können.


Fortsetzung auf Seite 2.

Christoph Schroeder

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