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Petra Schuseil: Mit dem richtigen Lebens- und Arbeitstempo zu mehr Leben (1) – So bestimmen Sie Ihr Lebenstempo

…Teil 1 der neuen und inspirierenden Petra Schuseil, Buch, Buchtipp, LebenstempoThemenserie von Petra Schuseil: „Finde Dein Lebenstempo – mit dem richtigen Tempo zu mehr Leben“ – über das individuelle Lebens- und Arbeitstempo, Temporegler und Lebensqualität. Teil 1: „So bestimmen Sie Ihr Lebenstempo.“

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Lebenstempo, was ist das eigentlich? Wie können wir den Begriff definieren? Für mich entstand das Wort „Lebenstempo“ in Hong Kong. Dort hatte ich das erste Mal in meinem Leben Zeit und ein langsameres Tempo, um mich mit diesem Thema und meiner Positionierung als „Lebenstempo-Coach“ zu beschäftigen. In Hong Kong entstanden auch meine 7 Lebenstempo Regler, die uns helfen, unser Tempo immer richtig zu justieren und die ich Ihnen in dieser Themenserie nahebringen werde.

Eine mögliche Definition für Lebenstempo ist „Welche Geschwindigkeit wird benötigt, um ein Stück Wegstrecke in einer bestimmten Zeit zurückzulegen?“. Und dieses Tempo vor allem zu halten. Darum geht es heute. Wie füllen wir die knappe Zeit, um unseren Alltag zu meistern und dabei gleichzeitig glücklich und zufrieden zu bleiben? Denn: Sehr schnell verlieren wir den Blick für das Wesentliche. Es ist eine wahre Kunst, das eigene Lebenstempo zu finden und zu gestalten.

Zum Auftakt dieser Themenserie ist es mir besonders wichtig, auf den Unterschied zwischen Zeitmanagement und Lebenstempo einzugehen. Für mich geht es nicht darum, Zeit zu managen, auch nicht darum, immer mehr in weniger Zeit zu schaffen. Sondern im Fokus steht, den richtigen Rhythmus zu Ihrem Lebenstempo zu finden und zu leben.

Welches Tempo passt für mich?

Ich werde immer wieder gefragt: „Wie weiß ich, ob ich im richtigen Tempo unterwegs bin?“ Meine Antwort lautet dann ohne Ausnahme: „Wenn Sie nicht darüber nachdenken“. Es ist tatsächlich so. Wenn wir im „richtigen“ Tempo“ unterwegs sind, fühlen wir uns normalerweise automatisch zufrieden. Es ist in Ordnung wie es ist. Idealerweise sind wir dann „im Flow“. Wir vergessen Raum und Zeit. Egal, ob wir uns auf ein herausforderndes berufliches Projekt vorbereiten oder privat für einen sportlichen Wettkampf trainieren, wenn wir uns im für uns richtigen Tempomodus bewegen, dann sind wir völlig vertieft und im Moment. Wir denken nicht darüber nach, ob wir nun zu schnell oder zu langsam unterwegs sind, wir sind einfach gut im Takt mit uns selbst.

Wann sind SIE im Flow?

„Flow“ heißt übersetzt „fließen, rinnen, strömen“. Es bezeichnet das Gefühl der völligen Vertiefung und des Aufgehens in einer Tätigkeit. Bereits in den 70er-Jahren hat Mihály Csíkszentmihályi, Professor der Psychologie, die Flow-Theorie entwickelt.

Jeder Mensch hat seine ganz persönliche Flow-Erfahrung. Es gibt also keine verallgemeinernde Voraussetzung für ein Flow-Muster. Deshalb gibt es auch kein Rezept für diesen so glücklichen Zustand. Typisch für das „Im-Fluss-Sein“-Gefühl ist

  • Man ist mit sich und der Welt im Reinen.
  • Die erlebte Tätigkeit ist kreativ und mühelos.
  • Man fühlt sich ganz im Hier und Jetzt. Stunden fließen im Nu dahin.
  • Fühlen, Wollen und Denken sind in Übereinstimmung.
  • Man ist frei von Sorge, Bedenken oder Angst.

Damit eines klar ist: Im Flow sein heißt nicht „faul sein“ oder vom Liegestuhl aus aufs Meer schauen. Obwohl das Verweilen in einem Liegestuhl natürlich manchmal ein wichtiger und notwendiger Teil unseres Flows sein kann. Ein richtig erlebter Flow bedeutet einen Mix aus beidem, ruhigen Momenten und viel und rascher Bewegung. Wobei je nach der Situation auch das eine oder andere überwiegen kann.

Nun werden Sie sich vielleicht fragen, warum denn überhaupt darüber nachdenken ob wir im Flow sind oder nicht? Nun, weil sich dieser Flow leider nur selten einstellt. Meist bereiten wir unsere beruflichen Projekte – oft mehrere nebeneinander – in einem Strudel von von außen aufgezwungenen Zeitlimits vor, die ein geschicktes Multi-Tasking erfordern. Schon ist Schluss mit dem Flow und damit natürlich mit dem richtigen Lebenstempo.

-> Fortsetzung des Beitrags auf Seite 2

Marc Brümmer

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