Neue Medien

Pinterest – Das Online-Portal zum Teilen von Bildern

Pinterest ist groß im Kommen. Das seit 2010 existierende soziale Netzwerk hat es innerhalb weniger Monate geschafft, einen ähnlichen Traffic zu entwickeln wie Google oder Twitter. Und das obwohl die Foto-Pinnwand hauptsächlich in den englischsprachigen Gebieten mit Schwerpunkt USA und England genutzt wird.

Doch was macht Pinterest so interessant und populär? Die vorrangige Funktion der Plattform ist das Posten (Pinnen) von Bildern. Das gibt es aber auch in anderen Netzwerken zuhauf. Der Unterschied: bei Pinterest ist dies die primäre Kommunikationsform. Es gibt zwar auch hier die Möglichkeit ein Bild zu „liken“ und dies zu kommentieren, dies ist aber eher nebensächlich. Pinterests Unterschied zu den anderen Kommunikationsplattformen liegt in seiner unaufgeregten Übersichtlichkeit, die den User nicht in einem Fluss aus Informationen untergehen lässt, wie es bspw. bei Twitter der Fall ist.

Nach Angaben des Internetdienstes Alexa.com belegt Pinterest momentan Platz 55 der weltweit beliebtesten Webseiten und Platz 16 in den USA. In den letzten drei Monaten konnte das Portal seine Reichweite um 274% steigern.

Erstaunlicherweise ist die dominante Gruppe auf Pinterest weiblich. Ist es sonst so, dass soziale Netzwerke vom männlichen Geschlecht dominiert werden, ist bei Pinterest das Gegenteil der Fall. Das liegt auch daran, dass insbesondere die Themen Mode, Styling oder Celebrities hier recht populär gehandelt werden.

Pinterst ermöglicht zudem eine einfache Art der Einbindung von Bildern an die eigene Pinnwand oder sogenannte Boards. Mit einem kleinen, im Browser verankerten Skript kann der User ein aus seiner Sicht interessantes Bild mit nur einem Klick in seinen Account einbinden. Und auch im Netz ist Bequemlichkeit immer von Vorteil.

Doch Pinterest hat durch den wachsenden Zustrom auch mit immer größeren Problemen zu kämpfen. Ein beliebtes Thema auf dem Portal ist Essen. An jeder Ecke kann der interessierte User Bilder von kulinarischen Köstlichkeiten finden. Das ist so auch im Interesse des Erfinders. Doch auch das Gegenteil ist der Fall. Immer mehr sogenannte Pro-Ana-Bilder finden ihren Weg zu Pinterest. Dabei handelt es sich um Bilder, die User posten die an Anorexia nervosa – der Magersucht – leiden, und dies als Schönheitsideal empfinden und somit Werbung für Hungern machen. Pinterest reagierte auf diesen Trend mit der Änderung der Nutzungsbedingungen, indem sie ein Einstellen von potentiell gefährdenden Bildern untersagte.

Doch auch das Urheberrecht könnte demnächst zu einem wachsenden Konfliktfeld führen. Die Gewohnheit der User Bilder einzubinden, die möglicherweise urheberrechtlich geschützt sind, nutzt im Regelfall den entsprechenden Webseiten, da diese dann Traffic durch Pinterest generieren. Doch nicht allen Webseiten ist dies Recht. Pinterest reagierte nun darauf mit einem Skriptschnipsel für Webseitenbetreiber, die diesen einbauen können, um das Pinnen ihrer Bilder zu verhindern.

(sm)

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