Wirtschaft

Piraterie hat 7 Mrd. Dollar gekostet, 160 Mio. Dollar Lösegeld

Die Piraterie vor Somalia hat laut einer Studie der Organisation „One Earth Future“ der Weltwirtschaft letztes Jahr 7 Milliarden Dollar gekostet. Davon zahlten die Regierungen weltweit 1,3 Milliarden Dollar zur Eindämmung und Bekämpfung des Problems und 5,5 Milliarden zahlten die Reedereien als Mehrkosten. Darunter fallen Aufwendungen für mehr Sicherheitspersonal, sowie die höheren Kosten aufgrund des größeren Spritverbrauchs, da die Schiffe die Region mit höherer Geschwindigkeit passieren. Auf die Lösegelder entfielen 160 Millionen Dollar. Dabei stieg das Lösegeld pro Schiff im Schnitt von 4 auf 5 Millionen Dollar.

Im Dezember 2011 hat die Bundesregierung die Zertifizierung von privaten bewaffneten Sicherheitskräften (PBS) an Bord von Schiffen unter deutscher Flagge zugelassen. Zuvor mussten die bewaffneten Sicherheitskräfte aufgrund der unklaren Rechtslage ähnlich einem Lotsendienst auf offener See zusteigen und die Schiffe vor dem Erreichen der Häfen in internationalen Gewässern wieder verlassen. Hintergrund: Bisher wurde noch kein Schiff mit privaten bewaffneten Sicherheitskräften an Bord von Piraten gekapert (2010 weltweit 445 Piratenüberfälle, Schwerpunkt vor Somalia am Horn von Afrika). Die Zertifizierung der PBS wird von dem Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) gemeinsam mit der Bundespolizei durchgeführt.

(mb)
 

 

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