Wirtschaft

Pneumatischer Hybridantrieb mit 60% Einsparung für unter 1.000 Euro

Die beim Bremsvorgang eines Fahrzeugs anfallende Energie verpufft bei reinen Verbrennungsmotoren bislang ungenutzt. Bei Elektro- und Hybridfahrzeugen eröffnen hingegen regenerative Bremsen bereits ein großes Energiesparpotenzial, allerdings sind die jeweiligen Komponenten noch vergleichsweise teuer. An der Universität Lund in Südschweden wurde nun ein pneumatischer, also auf Luftdruck basierender Hybridantrieb entscheidend weiterentwickelt. Den Ansatz gab es bereits seit den 1990ern. Beim pneumatischen Hybridantrieb wird mithilfe der Bremsenergie Luft in einem speziellen Tank verdichtet und zwischengespeichert. Bei Bedarf wird die Druckluft dann zum Beschleunigen in den Verbrennungsmotor eingeblasen. Damit lassen sich rund 48% der Bremsenergie zwischenspeichern – das entspricht dem Rückgewinnungsgrad der heutigen Elektro-Hybride. Allerdings ist das System mit Zusatzkosten von unter 1.000 Euro überaus günstig. Besonders lohnend dürfte der Einsatz bei langsamem, ruckeligem Fahren im Stadtverkehr sein (Linienbusse). Hier dürften sich bis zu 60% Sprit einsparen lassen. Ein indischer Fahrzeughersteller habe bereits Interesse an der Technologie bekundet.

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