Wirtschaft

Porsche plant sieben statt vier Baureihen und 7.000 neue Arbeitsplätze

Der deutsche Sportwagenbauer Porsche will seine Produktpalette bis 2018 von derzeit vier auf sieben Baureihen ausbauen. Dementsprechend sollen in den nächsten Jahren 7.000 neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Damit würde die Zahl der Beschäftigten von derzeit 13.500 Menschen um knapp 50% steigen. Der Absatz soll sich bis 2018 verdoppeln (2010: 97.000 Einheiten).

Die aktuellen vier Modellreihen sind: Die Boxster-Reihe inklusive dem Cayman, die 911er Reihe, die Limousine Panamera und als vierte Baureihe der SUV Cayenne. Als fünfte Baureihe wurde bereits die Cayenne-“Juniorvariante“ mit dem Arbeitstitel „Cajun“ beschlossen (ab 2013). Wahrscheinlich folgt dann noch eine kleinere Variante des Panamera, der „Pajun“, sowie ein Roadster unterhalb des Boxsters als Einsteigermodell. Angedacht wird auch eine Neuauflage des legendären James-Dean-Porsches 550 Spyder. Im Gespräch ist auch eine Luxuskarosse der absoluten Oberklasse im Preissegment um 400.000 Euro.

Mit einer Marge von 17,8% Umsatzrendite im zweiten Halbjahr 2010 ist der Stuttgarter Sportwagenbauer der profitabelste Autobauer der Welt. Der Vorsprung vor der deutschen Premiumkonkurrenz ist in diesem Bereich deutlich: Audi weist eine Marge von 9,4% auf, Daimler von 8,7% und BMW von 8,0%. Der Gewinn im Gesamtjahr 2010 betrug 5,7 Milliarden Euro. Die Zielgröße bis 2018 ist eine Umsatzrendite von 15%. Das Budget für Forschung und Entwicklung soll um 50% zulegen. Zum Vergleich: In Europa stiegen die Nettoumsatzrenditen 2010 im Durchschnitt um rund 50% von 4,8 auf 7,3%. Mit Infineon, SAP, ProSiebenSat.1 und Wacker Chemie haben vier börsennotierte deutsche Unternehmen Umsatzrenditen von mehr als 10% erzielt. Die europaweite Top-Ten bei den Umsatzrenditen führt Portugal Telecom an (Umsatzrendite 154,1% bei einem Nettoergebnis von 5,672 Mrd. Euro), vor dem Hotelkonzern Accor (F / 60,5% / 3,600 Mrd. Euro) und dem Bergbaukonzern Kazakhmys (GB / 44,8% / 1,097 Mrd. Euro). Das höchste Nettoergebnis realisierte der Lebensmittelriese Nestlé (CH / 32,7% / 27,378 Milliarden Euro).

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