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Positive Zahlen für Bonprix an allen Fronten

Bonprix, als Teil der Otto Group kann auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2013/2014 zurückblicken. Seit 1986 besteht das Unternehmen mit Sitz in Hamburg. Inzwischen beschäftigt es 3000 Mitarbeiter und ist in 27 Ländern weltweit vertreten. Als echter Multichannel-Verkäufer kann man als Kunde nicht nur in einer die vielen bonprix-Filialen einkaufen, sondern auch online und über den eigenen Shopping-Katalog. Inzwischen liegt der Hauptteil des Geschäftes allerdings im E-Commerce. Über 70 Prozent der Verkäufe wickelt bonprix online ab. Allein in Deutschland hat es das Unternehmen mittlerweile in die Top Ten der umsatzstärksten Online-Shops geschafft. Dort finden sich nicht nur Artikel angesagter Modemarken, sondern auch die eigenen Produktlinien. Auf Grund des ausgewogenen Preis-Leistung-Verhältnisses erfreuen sich gerade dies bei den Kunden wachsender Beliebtheit. Bpc, bpc selection, RAINBOW, BODYFLIRT und John Baner bieten aktuellste Modetrends zu angemessenen Preisen und haben einen wichtigen Anteil an der guten Position, die bonprix inzwischen inne hat. Das Sortiment der Marken reicht von Damen-, Herren- und Kindermode über Heimartikel, angesagte Accessoires zu Wohnartikeln.

Bonprix: Das erfolgreichste Geschäftsjahr der Unternehmensgeschichte

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Bonprix, ein Unternehmen der Otto Group (Bild: © Bonprix)

Die Umsatzsteigerung des Geschäftsjahres 2013/2014 mit Abschluss am 28.02.2014 spricht eine deutliche Sprache. Bonprix konnte eine Steigerung von 5,4 Prozent erzielen und erwirtschaftete somit einen Gesamtumsatz von 1,288 Milliarden Euro. In der bisherigen Firmengeschichte das wohl erfolgreichste Geschäftsjahr bisher und eine deutliche Steigerung im Vergleich zum Vorjahr. Die Rendite als Teil der Otto Group liegt im mittleren einstelligen Bereich. Nicht nur wurden damit die eigenen Erwartungen und Prognosen erheblich übertroffen, auch hat es bonprix geschafft sich endgültig als einer der führenden internationale Modeanbieter zu etablieren.

Im Geschäftsjahr 2012/2013 hatte der Anteil des gesamten Auslandsgeschäft erstmalig die Marke von 50 Prozent überschritten. Dies wurde im vergangenen Geschäftsjahr noch einmal ausgebaut. Einen starken Anteil daran hatten die neuen Märkte im Osten Europas. Polen, Tschechien, Slowakei und Ukraine haben sich als Standorte mit einem besonders starken Wachstum erwiesen. Ebenfalls als lukrativ hat sich das überaus erfolgreiche Geschäft in Russland herausgestellt. Allerdings fließen die dort erzielten 240 Millionen Euro Umsatz nicht in die Geschäftszahlen von bonprix ein, da diese direkt über Otto Group Russia erwirtschaftet wurden und sich in deren Bilanz niederschlagen. Inwiefern sich der Konflikt in der Ukraine und die eingeschränkten Handelsbeziehungen mit Russland auf das laufenden Geschäftsjahr auswirken werden bleibt abzuwarten.

Aber auch in den USA konnte bonprix mit der firmeneigenen Bademodenlinie und Fashion-Marke „Venus“ Fuß fassen. Hier steigerte sich der Umsatz um satte 26 Prozent auf über 100 Millionen Euro. Erst 2009 hatte bonprix die Modemarke übernommen und in das Unternehmen integriert. In nur 5 Jahren wurde aus der schwächelnden Marke „Venus“ ein absatzkräftiger Teil des Unternehmens. Hier von einer echten Erfolgsgeschichte zu sprechen wäre sicherlich nicht untertrieben.

Geschäftsführung mit Weitsicht

Dr. Marcus Ackermann, in seiner Position als Vorsitzender der Geschäftsführung bei bonprix, hat also allen Grund Zufriedenheit auszustrahlen. „Wir werten sind äußerst zufrieden mit unserem weltweiten Wachstum und werten dies als Bestätigung unserer Expansionsstrategie“, sagt er Ende Februar im Hamburg. Allerdings hat die Geschäftsführung nicht den Blick für aktuelle Entwicklungen und Schwierigkeiten verloren. „Auch wenn wir in den globalen Märkten regelmäßig neuen Herausforderungen gegenüberstehen, wie aktuell den stark belastenden Währungskurseffekten, bietet unser internationales Geschäftsmodell weiterhin ein großes Potenzial.“

Neben der erfolgreichen Erweiterung des Auslandsgeschäfts im Osten Europas und der USA, im Inland sowie in weiteren großen Auslandsmärkten wie Frankreich und Italien, waren im vergangenen Geschäftsjahr eine stärkere modische Ausrichtung des Sortiments Ziel der Geschäftsführung. Das Sortiment setzt sich bei bonprix aus den Eigenmarken bpc, bpc selection, BODYFLIRT, RAINBOW und John Baner. Ein weiterer, gewichtiger Punkt auf der Agenda war aber die konsequente Weiterentwicklungen im E-Commerce als maßgeblicher Faktor für den zukünftigen Erfolg und das nachhaltige Wachstum des Unternehmens.

Immer am Puls der Zeit als Anbieter mit Multi-Channel-Kompetenzen

Etwa 70 Prozent der Umsätze wurden 2013/2014 im Online-Geschäft erwirtschaftet. Neben der Etablierung unter den ersten Zehn der umsatzstärksten Online-Anbieter für Mode in Deutschland hat bonprix auch sein Angebot im Mobile Commerce deutlich ausgebaut. In vielen der internationalen Märkte werden inzwischen eigene Shops für die Vielzahl der mobilen Endgeräte angeboten. International soll der Rollout auf allen Märkten zum Ende des Geschäftsjahres 2014/2015 abgeschlossen sein. Auch im kauf-konservativen Deutschland macht der M-Commerce bereits 10 Prozent des Online-Umsatzes aus. Hier ist eine klare Aufwärtsentwicklung zu verzeichnen. Der Griff zum Smartphone oder Tablet erscheint mehr und mehr Kunde naheliegender als der Zum Laptop.

„Der starke Zuwachs im Bereich Mobile Commerce ist für uns ein klares Signal, unsere Multi-Device-Strategie konsequent fortzuführen”, so Ackermann. „Auch in Zukunft werden wir unsere Webshops für alle Kanäle permanent weiterentwickeln, um unseren Kunden ein auf ihre Bedürfnisse und Wünsche optimal abgestimmtes Shopping-Erlebnis zu bieten.“ Die USA geben hier den Trend vor. Hier liegt der mobile Traffic-Anteil von Venus aktuell bei rund 50 Prozent, der durch mobile Endgeräte erreichte Umsatzanteil bereits bei über 25 Prozent. Auch auf den anderen internationalen Märkten gibt es, bei regional unterschiedlicher Ausprägung, einen deutlichen Anstieg bei Traffic- und Umsatzanteilen durch Smartphones und Tablets.

Wie es für bonprix im internationalen Wettbewerb weiter geht bleibt gerade mit den brisanten Entwicklungen in Osteuropa spannend.

 

Oliver Foitzik

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