Regionales

Prämierungsfeier Development Stage Stufe 2

Viel Lob und Ermutigung für Gründer und Jungunternehmer gab es bei der Prämierungsfeier der diesjährigen Development Stage – Stufe 2 im Bayerischen Wirtschaftsministerium. Am Donnerstag, 14. Mai 2009, soweit und die fünf besten Teams wurden als Sieger auf die Bühne gerufen. Außerdem erhielten zwei Teams Sonderpreise. Aber nicht nur die Sieger sollten profitieren, denn bei der Prämierungsfeier kamen über 200 Netzwerkpartner zusammen, um Neuigkeiten auszutauschen und Kontakte zu knüpfen.
 
Dr. Hans Schleicher, Amtschef im Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie, erklärte: „High-Tech Gründungen sind schwierig und riskant. Die Gründer beweisen viel Gespür für Details, ohne das große Ganze aus dem Blick zu verlieren.“ Er dankte dem Netzwerk des MBPW, den Coaches und Juroren, Sponsoren und Investoren, und betonte: „Der hohe Einsatz aller Beteiligten lohnt sich!“
 
Aus langjähriger professioneller Erfahrung schöpfte Ralf Broschulat, Mitglied des Vorstands der Ernst & Young AG, in seiner Keynote „Erfolgreicher Geschäftsaufbau trotz/in der Krise und danach“. Er legte den Gründern ans Herz: „Ein gutes Netzwerk ist essentiell wichtig! Egal, ob Ihr Unternehmen klein, mittel oder groß ist, bauen Sie sich Ihr Netzwerk rechtzeitig auf und pflegen Sie es.“ Zu noch mehr Mut riet er bei der Kapitalsuche: „Kapital und Fördermittel sind vorhanden, aber man muss sich trauen, sie anzuzapfen.“ Gründer sollten ruhig an viele Türen klopfen und im Kopf behalten, dass sie ihre Position dadurch nicht verschlechtern können. Wichtige Trends, mit denen Gründer und Unternehmer auch in den nächsten Jahren konfrontiert sein werden, sind nach Einschätzung von Ralf Broschulat das Internet als Vertriebsplattform, stärkere Regulierung durch die Politik und das Thema Nachhaltigkeit. Speziell in der Krisenstimmung beobachte er, dass Kunden weniger Markentreue zeigen. Deshalb sollten Anbieter ihre Produkte immer wieder neu erfinden, z.B. durch das Design. Besonders wichtig bei direktem Kontakt findet er: „Der Kunde muss ein positives Gefühl haben, es kommt auf die Chemie in der Beziehung an.“
 
Wie machen sich eigentlich die Sieger aus den vergangenen Wettbewerben? Die SurgicEye GmbH mit Dr. Joerg Traub und Thomas Wendler gewann beim MBPW 2008. Ganz streng nach (Business-)plan lief nicht alles, erzählten die Gründer: „Was wir über die Technik geschrieben haben und die Finanzzahlen gelten größtenteils auch jetzt noch. Aber bei der Umsetzung des Konzepts haben wir einiges verändert, besonders die Kundenansprache haben wir mit zunehmender Erfahrung ausgearbeitet.“ Insgesamt entwickelt sich die SurgicEye GmbH sehr gut: Das Team wurde ergänzt, die Gründungsfinanzierung mit Bayern Kapital und High-Tech Gründerfonds realisiert und der Anwenderkreis ihrer innovativen medizinischen Operationstechnologie wächst.
 
Quantitativ und qualitativ war die Konkurrenz für die Siegerteams der Stufe 2 nicht gerade klein. Von den 86 Einreichungen waren 18 Teams nominiert worden. Insgesamt erlebten die Ingenieurswissenschaften in der Development Stage 2009 einen großen Aufschwung: 19 Prozent der Teilnehmer kamen aus dem Maschinenbau, 9 Prozent aus Elektronik. Information und Kommunikation war mit 36 Prozent insgesamt der größte Bereich. Aus Chemie/Biologie/Life Science kamen 8 Prozent, aus den Bereich Nicht-Technisch 28 Prozent. Unter den Nominierten stachen Maschinenbau mit 6 Teams und Chemie/Biologie/Life Science mit 5 Teams heraus.
 
Auf dem ersten Platz wurde dann auch ein Maschinenbau-Team prämiert, das dem MBPW-Netzwerk nicht ganz unbekannt war. Die Corrmoran GmbH hatte schon den BPWSchwaben 2008 gewonnen und überzeugte nun auch die Münchener Jury mit einer online Korrosionsmessung für Großfeueranlagen. Damit können zum Beispiel Müllverbrennungsanlagen erstmals vor dem teueren Ausfall der Anlage messen, wo genau welche Schäden durch die Verbrennungsdämpfe entstehen. Platz zwei belegte das Team siquens, das „die nächste Generation der mobilen Brennstoffzelle“ entwickelt. Das Team LIMATA überzeugte auf Platz drei mit einem Produkt zur Herstellung von Leiterplatten mit Hilfe von UV-LEDs statt teurem Laser. Die vierten Sieger Verkehrsmittelvergleich.de bieten ein innerdeutsches Reiseportal, das erstmals alle Möglichkeiten von Flug bis Mitfahrgelegenheit einbindet. Auf Platz fünf findet sich ein weiteres bekanntes Gesicht aus Schwaben: Galcon entwickelt besonders effiziente und umweltschonende Anlagen für die Prozesse der Metallveredelung und gewann schon den BPWSchwaben 2009.
 
Zwei Sonderpreise in Form von Beratungsleistungen sponserten die TRIACON Gesellschaft für Unternehmensberatung mbH und BonVenture – Fonds und Stiftung für soziale Verantwortung. Der TRIACON Preis ging an das Team Sim4health (Produkt für die Simulation von chirurgischen Eingriffen). BonVenture wird natureandcool (faktisch CO2 neutrales, niedrigenergiebasiertes Gebäude-Klimatisierungssystem) beraten.

Viel Lob und Ermutigung für Gründer und Jungunternehmer gab es bei der Prämierungsfeier der diesjährigen Development Stage – Stufe 2 im Bayerischen Wirtschaftsministerium. Am Donnerstag, 14. Mai 2009, soweit und die fünf besten Teams wurden als Sieger auf die Bühne gerufen. Außerdem erhielten zwei Teams Sonderpreise. Aber nicht nur die Sieger sollten profitieren, denn bei der Prämierungsfeier kamen über 200 Netzwerkpartner zusammen, um Neuigkeiten auszutauschen und Kontakte zu knüpfen.
 
Dr. Hans Schleicher, Amtschef im Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie, erklärte: „High-Tech Gründungen sind schwierig und riskant. Die Gründer beweisen viel Gespür für Details, ohne das große Ganze aus dem Blick zu verlieren.“ Er dankte dem Netzwerk des MBPW, den Coaches und Juroren, Sponsoren und Investoren, und betonte: „Der hohe Einsatz aller Beteiligten lohnt sich!“
 
Aus langjähriger professioneller Erfahrung schöpfte Ralf Broschulat, Mitglied des Vorstands der Ernst & Young AG, in seiner Keynote „Erfolgreicher Geschäftsaufbau trotz/in der Krise und danach“. Er legte den Gründern ans Herz: „Ein gutes Netzwerk ist essentiell wichtig! Egal, ob Ihr Unternehmen klein, mittel oder groß ist, bauen Sie sich Ihr Netzwerk rechtzeitig auf und pflegen Sie es.“ Zu noch mehr Mut riet er bei der Kapitalsuche: „Kapital und Fördermittel sind vorhanden, aber man muss sich trauen, sie anzuzapfen.“ Gründer sollten ruhig an viele Türen klopfen und im Kopf behalten, dass sie ihre Position dadurch nicht verschlechtern können. Wichtige Trends, mit denen Gründer und Unternehmer auch in den nächsten Jahren konfrontiert sein werden, sind nach Einschätzung von Ralf Broschulat das Internet als Vertriebsplattform, stärkere Regulierung durch die Politik und das Thema Nachhaltigkeit. Speziell in der Krisenstimmung beobachte er, dass Kunden weniger Markentreue zeigen. Deshalb sollten Anbieter ihre Produkte immer wieder neu erfinden, z.B. durch das Design. Besonders wichtig bei direktem Kontakt findet er: „Der Kunde muss ein positives Gefühl haben, es kommt auf die Chemie in der Beziehung an.“
 
Wie machen sich eigentlich die Sieger aus den vergangenen Wettbewerben? Die SurgicEye GmbH mit Dr. Joerg Traub und Thomas Wendler gewann beim MBPW 2008. Ganz streng nach (Business-)plan lief nicht alles, erzählten die Gründer: „Was wir über die Technik geschrieben haben und die Finanzzahlen gelten größtenteils auch jetzt noch. Aber bei der Umsetzung des Konzepts haben wir einiges verändert, besonders die Kundenansprache haben wir mit zunehmender Erfahrung ausgearbeitet.“ Insgesamt entwickelt sich die SurgicEye GmbH sehr gut: Das Team wurde ergänzt, die Gründungsfinanzierung mit Bayern Kapital und High-Tech Gründerfonds realisiert und der Anwenderkreis ihrer innovativen medizinischen Operationstechnologie wächst.
 
Quantitativ und qualitativ war die Konkurrenz für die Siegerteams der Stufe 2 nicht gerade klein. Von den 86 Einreichungen waren 18 Teams nominiert worden. Insgesamt erlebten die Ingenieurswissenschaften in der Development Stage 2009 einen großen Aufschwung: 19 Prozent der Teilnehmer kamen aus dem Maschinenbau, 9 Prozent aus Elektronik. Information und Kommunikation war mit 36 Prozent insgesamt der größte Bereich. Aus Chemie/Biologie/Life Science kamen 8 Prozent, aus den Bereich Nicht-Technisch 28 Prozent. Unter den Nominierten stachen Maschinenbau mit 6 Teams und Chemie/Biologie/Life Science mit 5 Teams heraus.
 
Auf dem ersten Platz wurde dann auch ein Maschinenbau-Team prämiert, das dem MBPW-Netzwerk nicht ganz unbekannt war. Die Corrmoran GmbH hatte schon den BPWSchwaben 2008 gewonnen und überzeugte nun auch die Münchener Jury mit einer online Korrosionsmessung für Großfeueranlagen. Damit können zum Beispiel Müllverbrennungsanlagen erstmals vor dem teueren Ausfall der Anlage messen, wo genau welche Schäden durch die Verbrennungsdämpfe entstehen. Platz zwei belegte das Team siquens, das „die nächste Generation der mobilen Brennstoffzelle“ entwickelt. Das Team LIMATA überzeugte auf Platz drei mit einem Produkt zur Herstellung von Leiterplatten mit Hilfe von UV-LEDs statt teurem Laser. Die vierten Sieger Verkehrsmittelvergleich.de bieten ein innerdeutsches Reiseportal, das erstmals alle Möglichkeiten von Flug bis Mitfahrgelegenheit einbindet. Auf Platz fünf findet sich ein weiteres bekanntes Gesicht aus Schwaben: Galcon entwickelt besonders effiziente und umweltschonende Anlagen für die Prozesse der Metallveredelung und gewann schon den BPWSchwaben 2009.
 
Zwei Sonderpreise in Form von Beratungsleistungen sponserten die TRIACON Gesellschaft für Unternehmensberatung mbH und BonVenture – Fonds und Stiftung für soziale Verantwortung. Der TRIACON Preis ging an das Team Sim4health (Produkt für die Simulation von chirurgischen Eingriffen). BonVenture wird natureandcool (faktisch CO2 neutrales, niedrigenergiebasiertes Gebäude-Klimatisierungssystem) beraten.

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