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Präsentation rocken: 5 Dos und 5 Don’ts der Körpersprache

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Nicht nur in Gesprächen kann die unbewusste Körpersprache zum Verhängnis werden, sondern insbesondere dann, wenn es um das Halten eines professionellen Vortrags geht: Denn während die Worte etwas behaupten, werden sie nur zu leicht von Gestik und Mimik in ihrer Glaubwürdigkeit untergraben. Dieser Effekt ist jedoch nicht in Stein gemeißelt: Dieser Beitrag konzentriert sich ganz bewusst auf die fünf größten No-Gos im Vortrag und stellt falsche und richtige Gestik in der Präsentation einander gegenüber. Mit den richtigen Alternativen ausgestattet: So werden Sie Ihre nächste Präsentation rocken!

Vorab: Was die Liste der Dos und Don’ts der unbewussten Körpersprache nicht enthält

Einige Punkte der richtigen beziehungsweise falschen Körpersprache beim Vortrag sind hier bewusst nicht aufgeführt: Das richtige und bewusste Setzen von Pausen oder das Halten von Blickkontakt etwa sind nicht Teil dieses Beitrags. Stattdessen soll es hier um die fünf größten Fehlerquellen beim Halten einer Präsentation gehen: Die richtige und falsche Gestik, die gern auch unbewusst (falsch) gemacht wird.

1. No-Go im Vortrag: Hände, die sich zu weit unten befinden

Bei all den Optionen, für die sich Hände einsetzen lassen, gilt es zunächst, sich eines Umstandes bewusst zu sein: Es ist ein grundsätzliches Don‘t im Vortrag, Ihre Hände unterhalb der Gürtellinie zu bewegen. Denn Bewegungen auf diesem Level werden als negative Gesten bezeichnet; und sie erzeugen einen ebensolchen Effekt beim Publikum.

Das Do im Kontrast und was Sie stattdessen tun sollten: Anstatt negativer Geste unbewusster Körpersprache können Sie sowohl neutrale als auch positive Gesten verwenden.

  • Neutral: Hände bewegen sich zwischen Gürtellinie und Brusthöhe.
  • Positiv: Hände bewegen sich oberhalb der Brust.

Zusätzlicher Tipp: Sie können Ihre Handbewegungen in ihrer positiven Wirkungsweise noch verstärken, indem Sie Ihre Handflächen nach oben drehen.

2. No-Go im Vortrag: Beinspielereien

Vor Nervosität fällt es manchen schwer, fest auf beiden Beinen zu stehen: Der Trend der unbewussten Körpersprache geht zu überschlagenen, fast verknoteten Beinen; oder auch dazu, nur auf einem Bein stehend zu präsentieren. Das zweite (Stand-) Bein dient dabei mehr der Zierde, während die Körpermitte verschoben wirkt oder die Vortragenden vornehmlich schief dastehen. Der Effekt ist meist der, dass Sie unbeholfen und unsicher wirken.

Das Do im Kontrast und was Sie stattdessen tun sollten: So simpel es klingt, so ernst sollten Sie diesen Rat nehmen: Stehen Sie fest auf beiden Beinen. Das steigert nicht nur die Glaubwürdigkeit Ihres eigenen Auftritts: Sie selbst werden automatisch selbstsicherer. Denn ein Effekt unserer eigenen Körperhaltung – und damit der richtigen und falschen Gestik in der Präsentation – wird weitläufig unterschätzt: Eine starke Körperhaltung beeinflusst unser Selbstbewusstsein. Denn nicht nur unser Gemüt bestimmt, wie wir uns bewegen und damit unbewusst unsere Körpersprache. Unsere Haltung verändert unser Gemüt auf die ebengleiche Weise und schüttet innerhalb kürzester Zeit sogar die entsprechenden Hormone aus, die mit der Körperhaltung einhergehen.

3. No-Go im Vortrag: Wandern ohne Ziel

Alles hat seinen Sinn und dient einem argumentativen Zweck in einer Präsentation – oder? Ja, denn das gilt selbst für die Frage, wie wir uns „fortbewegen“. Das heißt, dass auch die Punkte auf der Bühne, die wir ansteuern, ein Ziel darstellen. Warum also vor und zurück gehen ohne konkrete Bewandtnis? Wenn Sie kein Ziel ansteuern, wie etwa Flipchart oder Whiteboard um etwas darauf zu zeigen, dann wirkt dieser Ausdruck unbewusster Körpersprache wie ein eher unbeholfenes Ausweichmanöver zu See.

Das Do im Kontrast und was Sie stattdessen tun sollten: Verstehen Sie dieses No-Go im Vortrag nicht falsch: Selbstverständlich dürfen Sie wandern. Nur tun Sie sich selbst den Gefallen und tun das nur mit einem konkreten Ziel. Machen Sie sich gern konkret im Vorfeld bewusst, wo sich was befindet – und planen Sie es für sich mit ein.

4. No-Go im Vortrag: Zu starkes Gestikulieren

Die richtige Gestik in einer Präsentation zu kennen gleicht einer Trickkiste: Bestimmte Gesten spielen Ihnen einfach in die Hände. An dieser Stelle wäre es jedoch falsch, besonders wirkungsvolle Gesten und Gestikulieren allgemein in Extremen zu verwenden – also entweder zu viel oder auch gar nicht. Verfallen Sie an dieser Stelle jedoch nicht in Schockstarre: Bitte verwenden Sie Ihre Hände!

Das Do im Kontrast und was Sie stattdessen tun sollten: Was Sie selbstverständlich dringend vermeiden sollten, ist übermäßiges „Gefuchtel“: Wie so oft ist die „goldene Mitte“ gerade goldrichtig. Denn wirkungsvolle Körpersprache im Vortrag kann nur wirken, wenn Sie sie akzentuiert und mit Bedacht einsetzen. Das allerdings gelingt logischerweise nur, wenn Sie sie auch einsetzen. Daher Mut zur Gestik und zur Mäßigung gleichermaßen.

5. No-Go im Vortrag: Sich hinter etwas verstecken

Je nach Räumlichkeit und Ausstattung gibt es die verschiedensten Gelegenheiten, hinter denen sich Vortragende vor dem Publikum verstecken können. Einige Klassiker abwehrender unbewusster Körpersprache sind das Verstecken hinter

  • dem Rednerpult
  • den schriftlichen Notizen in der Hand
  • den verschränkten Armen
  • der Hand vor dem Mund.

Diese eher falsche Gestik in der Präsentation mag uns zwar vermeintliche Sicherheit geben. Der Effekt beim Publikum hingegen ist ein Gegenteiliger.

Das Do im Kontrast und was Sie stattdessen tun sollten: Wenn ein Rednerpult vorhanden ist, dürfen Sie es selbstverständlich auch verwenden. Wichtig ist allerdings, dass Sie sich nicht zu verkrampft daran festhalten. Auch zeugt beispielsweise die Hand vor dem Mund von Unsicherheit und suggeriert den Wunsch, dass Sie das eben Gesagte zurücknehmen möchten. Indem Sie jedoch offen gestikulieren und sich zeigen, verleihen Sie sich sowohl Selbstsicherheit als auch Glaubwürdigkeit in den Augen Ihres Publikums.

Tipps der Redaktion: Noch mehr zu den Dos und Don’ts im Vortrag

Weitere Hinweise für die richtige beziehungswiese falsche Gestik in der Präsentation finden Sie in weiteren aktuellen AGITANO-Beiträgen zum Thema…

… und in einigen Buchempfehlungen:

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Wir hoffen, Sie gut vorbereitet zu haben und wünschen Ihnen viel Erfolg dabei, Ihre nächste Präsentation zu rocken!

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Beate Greisel

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