Kolumnen

ProWein 2012 – Resumee und Trends auf dem Weinmarkt

… aus der zweiwöchentlichen Kolumne von Alexander Manko, emmenove Wein & Feinkost.

Der Besuch der ProWein 2012 in Düsseldorf liegt nun hinter uns und wieder einmal stellt sich die Frage: Gibt es den richtigen Wein? Gibt es das perfekte Weingut? Welche Kriterien legen wir an bei der Suche nach dem Wein, den wir repräsentieren können? Wir gehen in unserer heutigen Kolumne genau diesem Thema nach.

Was sind unsere Kriterien?

Sicherlich stellt die Größe eines Weingutes oder die Menge der Produktion immer die Frage nach der Qualität des Ausstoßes. Eines soll auch gesagt sein: technisch sind die Weine im Wesentlichen und durch die Bank sehr gut und es ist immer eine Frage des persönlichen Geschmacks des Winzers, den er in seinen Wein einbringt. Doch genau hier liegen die Unterschiede: große Weinbauunternehmen produzieren eine derart große Zahl an Flaschen, daß sie sich es nicht leisten können, die Jahresproduktion einer Linie zu verlieren. Deswegen werden diese Weine meist technisch perfekt, aber auch in jedem Jahr geschmacklich ähnlich hergestellt. Dieser Geschmack wird vielfach im Labor vorgegeben und enthält keine jahrestypischen Facetten.

Auf der anderen Seite steht der traditionell ausgerichtete Winzer. Er versucht mit seinen Möglichkeiten den Wein dem jeweiligen Jahr und dem Geschmack des Hauses anzupassen. Boden und Mikroklima soll man dem Wein anschmecken. Genau diese Art des Weinbaus liegt uns, in welchem die Natur dem Wein den finalen Geschmack aufsetzt. Man erhält ein handwerkliches Spitzenprodukt und es tun sich oftmals äußerst positive Überraschungen auf.

Deshalb ist für uns auch die persönliche, die menschliche Seite des Winzers so wichtig. Man muß Vertrauen in die handwerkliche Kunst aufbauen, welche der Winzer mitbringt. Geschäft ist das eine, aber wenn die menschliche Komponente nicht paßt, wenn die Chemie nicht stimmt, verzichten wir lieber auf die Aufnahme eines Weingutes, weil wir langfristig planen.

Die Herkunft entscheidet! Aktuell sind z. B. die Weine aus Lugana sicherlich ein Muß für jeden Weinhandel. Viel wichtiger ist es zu erkennen, daß nicht jeder Lugana auch tatsächlich ein solcher ist, nur weil dies auf dem Etikett steht. Die Lage, die Böden und die Arbeit in Weinberg und Keller entscheiden im Wesentlichen über den Geschmack des Weines und damit auch über die Authentizität. Mit unseren Weinen von Pilandro haben wir hier eine Punktlandung erreicht. Und dies ist nur ein Beispiel unter vielen Weingütern unseres Portfolios.

Welche Trends folgen wir?

Trends im Wein zu erkennen, ist wichtig, da sich der Geschmack der Konsumenten hier unmittelbar zeigt. Auf der ProWein ist uns aufgefallen, daß verstärkt jüngere Winzer mit ausgefallenen Ideen hinter den Ständen stehen. Sie brechen zwar nicht mit den Traditionen, verstehen sich aber darauf, diese Traditionen ins Jahr 2012 zu transferieren. Mattia Barzaghi aus San Gimignano oder Chiara Coffele aus Soave sind nur zwei Beispiele dieser neuen Generation.

Wichtig ist, sich nicht nur uns ausschließlich nach Trends zu richten. Wie oben erwähnt ist Lugana ein „must“, aber auch Barbera oder Barolo aus dem Piemont oder ein Chianti Classico dürfen nicht fehlen. Auch entdecken wir immer mehr Weine aus autochthonen Rebsorten, wie Groppello (von Le Chiusure), Aglianico (von Grifalco) oder Grechetto (demnächst von Sergio Mottura). Zugegeben, manchmal benötigt man schon etwas missionarischen Eifer, um Überzeugungsarbeit jenseits der Trends leisten zu können.

Ihr Alexander Manko

 

Über emmenove Wein & Feinkost:

emmenove Wein & Feinkost ist ein junges Unternehmen mit dem Ziel, neue Wege zu beschreiten. Es werden Weine präsentiert, welche von kleinen Weingütern in Italien stammen und von großer Qualität sind. Kurzum: es geht darum, bislang noch weitgehend unbekannte Schätze zu heben und mehr Menschen an deren Genuß teilhaben zu lassen.

emmenove Wein & Feinkost setzt dabei auf die persönliche Bindung sowohl zu den Weingütern in Italien als auch zu den Kunden. Exzellente Olivenöle und Spezialitäten vom Cinta-Senese-Schwein sind die logische Konsequenz dieser Ausrichtung auf Qualität zu vernünftigen Preisen. Geführt wird emmenove Wein & Feinkost von Alexander Manko und Rudolf Brunnhuber.

Mehr hierzu finden Sie auf der Website www.emmenove.de.

 

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