Energie & Umwelt

Pumpspeicherkraftwerke unter die Erde verlegen

Pumpspeicherkraftwerke sind ein integraler Bestandteil des Ausbaus der Erneuerbaren Energien. Mit ihnen lassen sich EE speichern, Schwankungen ausgleichen und Strom unabhängig von Witterungsbedingungen abrufen. Allerdings gibt es gegen Neubaupläne von Speicherkraftwerken immer wieder Proteste der Anwohner, da ökologisch wertvolle Gebiete von den Baumaßnahmen betroffen sind. Zudem sind günstige Standorte in Deutschland stark beschränkt, da ein Höhenunterschied von 400-800 m erforderlich ist. Einen Ausweg bietet die Verlagerung der Speicherkraftwerke unter die Erde: Alte, stillgelegte Bergwerke bieten gleichfalls eine Amplitude von mehreren hundert Metern, der Kraftwerksbau ist realisierbar und zerstört zudem keine ökologisch sensiblen Gebiete. Wissenschaftler des Energie-Forschungszentrums Niedersachsen (EFZN) arbeiten, zusammen mit Kollegen von der Technischen Universität in Clausthal, derzeit an der Realisierung dieses Vorhabens. Nach Recherchen der Wissenschaftler sind rund 100 Bergwerke in Deutschland für diese Vorhaben geeignet. Das Projekt wird vom Bundesumweltministerium gefördert und vom Frauenhofer Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik unterstützt.

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