Wirtschaft

Rabattregen: Autobauer gewähren durchschnittlich 18% Rabatt

Während so manche Autobauer (wie Saab) weiterhin über seine Zukunft bangt, tobt unter den großen Autoherstellern ein erbitterter Rabattkrieg. Eine CAR-Studie der Universität Duisburg-Essen belegt, dass die Konzerne so viel Rabatt gewähren, wie seit 2006 nicht mehr. Durchschnittlich werden Autos in Deutschland momentan 18% unter ihrem Listenpreis verkauft. Spitzenreiter unter den Autoherstellern ist in dieser Hinsicht Fiat, der bei seinem Kleinwagen Panda mehr als 32% Rabatt gewährt. Verantwortlich dafür seien schrumpfende Absatzzahlen in Südeuropa. Mit den Rabatten will Fiat seinem Geschäft in Deutschland neues Leben einhauchen und es stabilisieren. Auch BMW gibt im Rahmen seines Leasingprogramms mehr als 30% Rabatt beim Kauf eines Models aus der 3er Serie, um den bevorstehenden Modellwechsel zu beschleunigen.

„So groß war der Abstand zwischen Listenpreis und tatsächlichem Transaktionspreis noch nie“, so Ferdinand Dudenhöffer, Chef des CAR-Instituts der Universität Duisburg-Essen. Ein Ende der Rabattschlachten ist noch nicht in Sicht. Schlechte wirtschaftliche Prognosen und stark fallende Absatzzahlen auf den Automärkten in Italien, Frankreich und England werden wohl dafür sorgen, dass 2012 die Autohersteller weiter fallende Gewinnmargen in Kauf nehmen werden, um den Automobilmarkt weiterhin lebendig zu halten.

 

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