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Ransomware: Der Feind in meinem Haus – und Unternehmen!

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Vielleicht ist im Anstieg der Ransomware-Angriffe, auch Erpressungstrojaner genannt, eine der Ursachen zu suchen, warum aus Sicht vieler Experten Smart Homes sich in Deutschland nicht wirklich durchsetzen werden. Anlässlich der am kommenden Freitag startenden IFA hat Intel Security die Technologie-Trends in puncto Sicherheit etwas genauer unter die Lupe genommen. Dabei zeigte sich: durch die Implementierung von Smart Home-Technologie stieg die Zahl der Ransomware-Angriffe stark an. Im Folgenden zeige wir auf, warum diese nicht nur für Privathaushalte, sondern auch für Unternehmen enorme Risiken bedeuten – und wie man sich davor schützen kann.

Smart Homes eröffnen Hacker neue Schnittstellen

Das ergab eine jüngst erstellter Report zum Thema, der unter anderem eine Umfrage enthält. Dieser zufolge planen 84 Prozent ein intelligentes und vielseitig vernetztes Haus. Folgende Vorteile versprechen sie sich davon: Niedrigere Rechnungen und größeren Komfort dank intelligent vernetzter Küchengeräte wie Waschmaschine und Kühlschrank.

Mit dem erhöhten Grad an Vernetzung steigt allerdings auch das Sicherheitsrisiko, warnen die IT-Sicherheitsexperten von Intel. Bereits heute sind Endgeräte in zunehmendem Maße Angriffen von Erpresser-Software ausgesetzt und durch den ebenso steigende Fachkräftebedarf im Bereich Cybersecurity, dürfte sich die Situation weiter verschärfen.

Mit allerlei vernetzten häuslichen Gegenständen, die beispielsweise per Smartphone steuerbar sind, eröffnen sich auch hier jede Menge Schnittstellen für Hacker. Ein Szenario, in dem Hausbewohner ihr Eigenheim nicht betreten können, weil sie durch Erpresser-Software zum Bezahlen eines Lösegelds aufgefordert werden, scheint nicht mehr allzu weit hergeholt. Zudem ergeben sich durch die intelligente Vernetzung von Geräten zahlreiche Möglichkeiten der totalen Überwachung. Jüngst erst im „Tatort“ eindrucksvoll demonstriert.

Ransomware auch für Unternehmen eine Gefahr

Spätestens hier kann es auch für Unternehmen brenzlig werden. Was ist, wenn der eigene Mitarbeiter vom Konkurrenten überwacht wird und dieser ein Geheimnis aufdeckt, mit dem er den Angestellten erpressen kann? Oder was ist, wenn der Arbeitnehmer durch BYOD (Bring Your Own Device) das Unternehmensnetzwerk mit Ransomware oder anderen Schadprogrammen infiziert? Die Arbeitswelt von heute ist eine Welt, in der die Grenzen zwischen Privatleben und Beruf zunehmend verschwimmen. Doch Ransomware ist man nicht hilflos ausgeliefert.

Fünf Tipps, um sich vor Ransomware zu schützen

Im Folgenden geben wir Ihnen vier einfach umsetzbare, aber effektive Tipps an die Hand, die Sie beziehungsweise Ihr Unternehmen vor Ransomware und den damit verbundenen Risiken schützt.

Tipp Nr. 1: Schulen Sie die Belegschaft

Ransomware versteckt sich in so genannten Fake-Mails. Anders als Spam-Mails sind diese derart genau an die Nutzungsgewohnheiten der Nutzer angepasst, dass diese von ihnen nur schwer als Bedrohung erkannt werden. Schicken Sie Ihre Mitarbeiter regelmäßig in Schulungen, damit diese für die Tricks der Cyberkriminellen sensibilisiert werden.

Tipp Nr. 2: Updates und Backups, Updates und Backups!

Die Geschwindigkeit mit der Cyberkriminelle kreative Lösungen erstellen, um damit jemanden zu schaden, mag nicht lobenswert sein. Eine gewisse Bewunderung für diese Leistung ist ihnen allerdings nicht abzusprechen. Daher gilt es die Firmenware täglich, in manchen Fällen gar stündlich oder sogar noch öfter upzudaten und Backups von sensiblen Dateien zu erstellen.

Tipp Nr. 3: Antivirensoftware und Firewall – auch für das Smartphone!

Viele nutzen ihr privates Notebook auch für unternehmerische Zwecke. Auf diesen gehören Antivirensoftware und Firewall zum Standard. Was oft vergessen wird: auch mit dem ansonsten eher privat genutzen Smartphone wird sich oft ins Firmennetzwerk eingewählt beziehungsweise E-Mails abgerufen. Für Hacker die Gelegenheit, um sich an sensible Daten zu kommen! Installieren Sie daher auch auf Ihrem Smartphone Schutzsoftware und führen Sie regelmäßig Updates für diese durch.

Tipp Nr. 4: Niemals bezahlen!

100 Prozent Sicherheit gibt es nicht. Selbst wer Tipps 1 bis 3 umsetzt, kann doch Opfer eines Ransomware-Abgriffes werden. Wenn das Kind in den Brunne gefallen ist, dann bekommen Sie es nur in den seltensten Fällen durch Bezahlen von Lösegeld wieder da raus. Wer auf die Forderungen von Cyberkriminellen eingeht, bestärkt sie in ihrem Tun. Zudem ist durch das Nachgeben noch lange nicht gewährleistet, ob Sie überhaupt an Ihre Daten wieder rankommen! Bezahlen Sie nie, sondern melden Sie den Erpressungsversuch den Strafverfolgungsbehörden.

Christoph Schroeder

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