Wirtschaft

Rating von Portugal erneut gesenkt

Die Ratingagentur Standard & Poor’s (S&P) hat die Bonitätswertung für Portugal erneut gesenkt. Nur vier Tage nach der letzten Abstufung setzte S&P die Kreditwürdigkeit des Landes von "BBB" auf "BBB-" herab. Zur Begründung hieß es, dass Portugal wahrscheinlich unter den Euro-Rettungsschirm schlüpfen und daher seine Schulden neu ordnen müsse (was allerdings die Wahrscheinlichkeit einer Sanierung erhöht, allerdings eventuell unter Einbeziehung privater Gläubiger – Streckung der Rückzahlung). Portugal musste daraufhin am Dienstag so hohe Zinsen auf neue Staatsemissionen zahlen wie nie zuvor. Für zehnjährige Staatsanleihen stiegen sie auf 8,238 Prozent. Analysten zufolge drohe Portugal allerdings bereits ab einem dauerhaft ungesund hohen Zinssatz von rund fünf Prozent der Staatsbankrott. S&P stufte gleichzeitig auch die Kreditwürdigkeit von Griechenland von "BB+"auf "BB-" herab. Die alle in New York ansässigen drei Ratingagenturen stehen allerdings nicht nur wegen ihrer Unfähigkeit im Vorfeld der Finanzkrise in massivster Kritik: Verabschieden Krisenländer Reformen, wird ihre Kreditwürdigkeit herabgestuft, weil kurzfristig die Wirtschaftsdynamik nachlassen würde. Verabschieden sie keine, droht ihnen ebenfalls eine Abstufung, weil sie notwendige Strukturreformen nicht anpacken würden.

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