Wirtschaft

Ratingagentur Fitch stuft Griechenland nach Umschuldung um 4 Stufen herauf

Als Reaktion auf den gelungenen Schuldenschnitt hat die Ratingagentur Fitch die Bonität Griechenlands gleich um vier Stufen angehoben. Dies ist die erste Hochstufung Griechenlands durch Fitch seit 2003. Das Land wird nun mit B- bewertet, nachdem Fitch Griechenland noch am Freitag auf der zweitschlechtesten Bewertung gelistet hatte „begrenzter Zahlungsausfall“ (SD). Der Ausblick für die neu herausgegebenen Anleihen Athens, die infolge des Schuldenschnitts gegen die alten Staatsanleihen getauscht wurden, sei zudem stabil. Als Grund für die Aufwertung der Bonität nannte Fitch der geglückten Umschuldung. Zusammen mit dem partiellen Forderungsverzicht wurde die Schuldentragfähigkeit des Landes dadurch deutlich verbessert und die Gefahr erneuter Zahlungsprobleme sei gesunken. Durch den Tausch der alten gegen die neuen Staatsanleihen wurden Griechenland insgesamt rund 107 Milliarden Euro Schulden erlassen. Laut dem griechischen Finanzminister Evangelos Venizelos hat Athen damit zum ersten Mal die Schulden gesenkt, anstatt neue anzuhäufen. Daraufhin haben auch die Euro-Finanzminister grünes Licht für 35,5 Milliarden Euro aus dem zweiten Euro-Rettungspaket in der Höhe von insgesamt 130 Milliarden Euro gegeben. (Link zum Download des Datensatzes aller Bonitätsbewertungen der drei großen Ratingagenturen für die Staaten in Europa.)
(mb)

 

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