Wirtschaft

Ratingagentur von Roland Berger wird im Frühjahr ihre Arbeit aufnehmen

Die Unternehmensberatung Roland Berger hatte bereits im Juni 2011 angekündigt, eine europäische Ratingagentur zu gründen, um die Marktmacht der großen drei US-Ratingagenturen (Moody’s, S&P, Fitch), die zusammen 95% des Weltmarktes beherrschen, zu brechen. Die neue europäische Ratingagentur soll auch auf einem neuen Geschäftsmodell beruhen. Bislang haben für die Ratings die Emittenten von Wertpapieren gezahlt, also diejenigen, die bewertet wurden. Daraus ergibt sich jedoch ein Interessenskonflikt. Roland Berger will künftig die Investoren zahlen lasse und verpflichtet sich zudem auch zu einer höheren Transparenz.

Die Unternehmensberatung rechnet mit einem Abschluss der Investorensuche noch im Frühling 2012. 30 Investoren sollen dann rund 300 Millionen Euro für die Gründung der Ratingagentur einbringen. Die Ratingagentur könnte dann ihre Arbeit aufnehmen und ihre ersten Bonitätsüberprüfungen zum Ende 2012 vorlegen. Am Anfang sollen Staaten bewertet werden, da dies die öffentliche Beachtung schaffe, die ein neuer Wettbewerber der drei großen US-Ratingagenturen auf sich ziehen müsse. Roland-Berger-Partner Markus Krall : „Ziel ist es, bis Ende des ersten Quartals 2012 die Verträge zu unterzeichnen und im zweiten Quartal eine privatfinanzierte, nicht gewinnorientierte Stiftung wahrscheinlich mit Sitz in Holland zu gründen.“

(mb)

 

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