Energie & Umwelt

Rekordzubau bei Photovoltaik im ersten Halbjahr 2012: 4.373 MW

Der Solarzubau in Deutschland beläuft sich im ersten Halbjahr auf 4.373 MW. Das gab die Bundesnetzagentur heute bekannt.

Damit liegt der Solarzubau im laufenden Jahr erheblich über den seitens der BNetzA kommunizierten Werten für die ersten sechs Monate des bisherigen Rekordjahres 2011. Seinerzeit wurden in den ersten sechs Monaten 1.713 MW Leistung neu errichtet. Der Großteil des Zubaus entfiel 2011 auf die zweite Jahreshälfte.

Die Gründe für den starken Zubau sind vielfältig. Eine Rolle dürften Vorzieheffekte rund um die anhaltende Diskussion um die Solarförderung und die Anpassung des EEG gespielt haben. Hinzu kommen weiter fallende Preise für Solaranlagen, die eine attraktive Rendite für Anlagenbetreiber ermöglichen. Der Preisverfall wiederum ist Ergebnis weltweiter Überkapazitäten am Solarmarkt, unter denen insbesondere die deutsche Solarbranche leidet.

Der hohe Zubau dürfte die Diskussion um die Solarförderung weiter entfachen. Kritiker machen insbesondere die Photovoltaik verantwortlich für steigende EEG-Differenzkosten, die über die EEG-Umlage abgedeckt werden müssen. Dabei wird gleichwohl meist übersehen, dass sich die Stromkosten im Großhandel insbesondere aufgrund des Ausbaus der Solarenergie im anhaltenden Tiefflug befinden.

Laut Internationalem Wirtschaftsforum Regenerative Energien (IWR) sind die Preise im Großhandel im laufenden Jahr rund zehn Prozent günstiger als im Vorjahr. Daraus resultiert allerdings gleichzeitig ein Anstieg der Differenz zwischen Vergütung und Börsenpreis, der sich bezogen auf die Gesamteinspeisung erneuerbarer Energien auf eine Mrd. € summiert. „Dieser Fehlbetrag wird über eine höhere EEG-Umlage von den Stromverbrauchern ausgeglichen werden müssen“, sagte IWR-Direktor Norbert Allnoch.

(Quelle: EUWID / Europäischer Wirtschaftsdienst)

 

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