Wirtschaft

Rentenprognose geht von 10% niedrigerem Niveau in 2025 aus

Die jüngste Rentenprognose des Bundesarbeitsministeriums auf Anfrage der Linkspartei geht von einem weiter stark sinkenden Rentenniveau aus. Während das aktuelle Sicherungsniveau bei 50,8% vor Steuern liegt, dürfte sich dieses bis zum Jahr 2025 auf 45,2% reduzieren. Das Sicherungsniveau vor Steuern gibt das Verhältnis zwischen der Rente, die ein Durchschnittsverdiener nach 45 Jahren Beitragszahlungen erhält, und dem aktuellen Durchschnittseinkommen wieder. Hauptgrund für das weitere Absinken des Rentenniveaus ist, dass sich der Durchschnittslohn von derzeit 30.268 Euro auf dann 46.700 Euro im Jahr 2025 erhöhen dürfte. Diese Steigerung um 54% übertrifft aber die Rentensteigerung um geschätzte 34% deutlich. Die Folge ist, dass das Rentenniveau weiter sinkt. Das Bundesarbeitsministeriums weist seit Jahren auf das sinkende Rentenniveau hin. Daher rate man zur zusätzlichen Altersvorsorge, beispielsweise mit der staatlich geförderten Riester-Rente. Der Chef der Linkspartei Klaus Ernst forderte dagegen erneut eine gesetzliche Mindestrente: „Die Renten sind im freien Fall. Es muss eine verbindliche Untergrenze geben, die Altersarmut verhindert.“ Niemand dürfe im Alter weniger als 850 Euro im Monat zur Verfügung haben. Das Thema Altersarmut wird ab kommender Woche im Rahmen des „Regierungsdialogs Rente“ diskutiert. Derzeit gelten rund 2,4% beziehungsweise 400.000 Rentner als arm und sind auf zusätzliche staatliche Unterstützung angewiesen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.