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Reputation aufbauen und erhalten – so geht’s

Reputation gehört zu einer jener weicher Faktoren, ohne die man in der harten Geschäftswelt nicht auskommt. Im Folgenden zeigen wir die wichtigsten Gründe auf, warum Unternehmen Zeit in ein ordentliches Reputationsmanagement investieren sollten  und geben Tipps an die Hand, wie man sich einen Ruf aufbaut – und vor allem – erhält.

Vertrauen und Begeisterung

Reputation, Erfolg
Ein hohes Maß an Reputation schafft die Basis für nachhaltigen Erfolg. (Bild: S. Hofschläger / pixelio.de)

Eine hohe Reputation hängt eng mit wirtschaftlichem Erfolg zusammen. Kunden und Geschäftspartner, die mit einem Unternehmen gute Erfahrungen gemacht haben, berichten potenziellen Neukunden gerne davon – und bleiben Unternehmen selbst langfristig als Stammkunden erhalten. Wer in seinen guten Ruf investiert, schafft die Basis für Vertrauen und Begeisterung, zwei der wichtigsten Faktoren für einen nachhaltigen Geschäftserfolg.

Reputation – immer mehr Unternehmen werden sich seiner Bedeutung bewusst

Auch große Unternehmen beziehungsweise deren Chefetagen haben die Bedeutung von Reputation für sich erkannt. Im Rahmen des „Reputation@Risk Surveys“ (PDF-Download) befragte die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Deloitte mehr als 300 Unternehmensvertreter der Führungsebene zum Thema Reputation. Diejenigen unter ihnen, die bereits einmal Reputationskrisen ausgesetzt waren, sehen die gravierendsten Folgen:

  • im Einbruch des Börsenkurses (42 Prozent)
  • bei Umsatzeinbußen und dem Verlust des Markenwerts (je 41 Prozent)
  • Folgekosten aufgrund behördlicher Untersuchungen (34%)

Tipps für ein erfolgreiches Reputationsmanagement

Die oben zitierten Zahlen, zeigen wie wichtig Reputation ist. Wie gut Ihr Ruf als Unternehmer ist, haben Sie – zumindest teilweise – selbst in der Hand. Daher an dieser Stelle ein paar Tipps für ein erfolgreiches Reputationsmanagement.

Tipp 1: Sorgen Sie dafür, dass das Netz für Sie spricht

Für immer mehr Kunden ist das Internet erste Anlaufstelle, um sich über ein Unternehmen, seine angebotenen Produkte und Dienstleistungen zu informieren. Bereits an diesem Punkt muss man mit seinem Reputationsmanagement ansetzen.

Tragen Sie zunächst „die Fakten“, die im Netz über sie kursieren. Finden sich dort negative Berichte, in denen Sie gar namentlich erwähnt werden, muss schnell gehandelt werden. Handelt es sich um Unwahrheiten, die über Sie verbreitet werden, müssen diese richtig gestellt werden. Sollten falsche Tatsachen über Sie in Form redaktioneller Texte bestehen, dürfen Sie auf die Veröffentlichung einer Gegendarstellung pochen. Notfalls setzen Sie diese mit juristischen Mitteln durch.

Beachte Sie: Online-Reputationsmanagement kann enorm zeitaufwendig sein. Sollte sich das Vorhaben als zu zeitintensiv erweisen, ziehen Sie zur Not eine auf dieses Thema spezialisierte Agentur zu Rate. Eine einfache Suchmaschinen-Recherche informiert Sie über in Frage kommende Dienstleister.

Tipp 2: Schützen Sie Ihren Namen

Oftmals kursieren mehrere gleiche oder zumindest ähnliche Namen im Internet, die aber rein gar nichts miteinander zu tun haben. Besonders verhängnisvoll kann das für einen Solopreneur, einem Ein-Mann-Unternehmen, werden. Stellen Sie sich vor, Sie würden Norbert Maier – mit ai – heißen, führen Ihre Tätigkeit in München aus und sind Dienstleister in Sachen Finanzberatung. Ein anderer Norbert Mayer – mit ay – arbeitet ebenfalls als Finazberater in München, hat sich aber der Veruuntreuung von Kundengeldern schuldig gemacht, was im Netz zurecht für Empörung und verärgerte Kunden sorgte. Viele verwechseln Sie mit diesem Betrüger, was Ihnen die Neukundengewinnung erheblich erschwert. Beugen Sie dem vor. Nutzen Sie zum Beispiel einen Online-Generator zur Erstellung eines Firmennamens. Auch hier hilft einen Suchmaschinen-Recherche. Sobald Sie einen passenden Namen gefunden haben, schützen Sie diesen durch einen Eintrag ins Handels- oder Markenregister.

Tipp 3: Angriff als beste Verteidigung

Ein verärgerter Kunde bewertet Sie? Ärgerlich, aber kein Weltuntergang. Besonders, wenn seine Ausführungen fern jedweder konstruktiver Kritik sind! Dann nämlich kann man als Unternehmen direkt reagieren. Mit einer öffentlich einsehbaren und wohl überlegt formulierten Stellungnahme kann man den Spieß umdrehen und neue Interessenten für sich gewinnen. Das ist besser, als eine Eintrag über sich selbst einfach nur zu löschen.

Tipp 4: Danke sagen!

Manchmal ist es ganz einfach. Bedanken Sie sich bei Ihren persönlich für den Kauf. Eine einfache Dankeskarte – klingt nicht gerade nach einem großen Reputationsauslöser. Ist sie aber, wie Marketingprofi Jürgen Linsenmaier in seinem Reputationsauslöser Nr. 1: Danke sagen betont.

Christoph Schroeder

Ein Kommentar zu “Reputation aufbauen und erhalten – so geht’s

  1. Reputationen lassen sich auch sehr gut mit Online-Pressemitteilungen aufbauen. Was bringt schließlich mehr Aufmerksamkeit, als wenn Medien über Sie berichten, Webseiten Ihre Artikel veröffentlichen und Menschen Sie in Social Media weiterempfehlen? Mehr Infos dazu auch in unserem Blogbeitrag: Wie komme ich mit meinem Unternehmen in die Presse? Link: http://www.gruenderplan24.de/2012/09/27/online-pressemitteilung-als-neues-marketinginstrument/

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