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Restrukturierung: Europas Unternehmen fürchten um ihre Wettbewerbsfähigkeit

Europas Wirtschaft stagniert, dennoch blicken europäische Unternehmen positiv in die Zukunft. Über drei Viertel (76 Prozent) der Befragten erwarten 2015 wieder ein starkes Wirtschaftswachstum. Wenn es allerdings um die Wettbewerbsfähigkeit Europas geht, sind die Aussichten düster: Mehr als 70 Prozent gehen davon aus, dass Europa seine Wettbewerbsfähigkeit verlieren wird – vor allem gegenüber Asien. Doch auch gegenüber Nord- und Südamerika werden europäische Unternehmen voraussichtlich ins Hintertreffen geraten, so lautet das Ergebnis der internationalen Restrukturierungsstudie 2013 „Europe’s competitiveness“ von Roland Berger Strategy Consultants.

Bedeutung des EU-Binnenmarkts nicht unterschätzen

Kunstwerk an Firmenzentrale
Europas Unternehmen fürchten den Anschluss zu verlieren (Bild: Rainer Sturm / pixelio.de).

„Um den Anschluss zu anderen Volkswirtschaften nicht komplett zu verlieren, sollten die europäischen Länder verstärkt in wettbewerbsfördernde Faktoren wie Infrastruktur, Innovationskraft und Bildungssystem investieren. Denn der europäische Binnenmarkt stellt für viele europäische Firmen einen sehr wichtigen Exportmarkt dar“, sagt Max Falckenberg, Partner von Roland Berger Strategy Consultants. Außerdem halten es Unternehmen für unerlässlich, die Staatsverschuldung europaweit zu reduzieren.

Sinkendes Vertrauen

„Europa sollte zudem wirtschaftlich und politisch noch stärker zusammenwachsen. Ansonsten könnte sich die Lage für Unternehmen aus den angeschlagenen südeuropäischen Ländern weiter verschlechtern“, erklärt Roland Berger-Restrukturierungsexperte Jakob Rüden. Doch bei den Unternehmen Skepsis herrscht hier: Über 60 Prozent der Befragten bezweifeln, dass die aktuellen politischen Maßnahmen in den einzelnen Ländern das Vertrauen in Europa stärken können.


Lesen Sie auf Seite 2: Restrukturierung als Daueraufgabe.

Christoph Schroeder

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