Energie & Umwelt

Riesiger Schiefergas-Fund in Österreich – OMV will umweltfreundlich fördern

Im niederösterreichischen Poysdorf wurde ein riesiges Schiefergasvorkommen in 4.000-6.000 Metern Tiefe entdeckt. Das Vorkommen würde ausreichen, um Österreich für die nächsten 30 Jahre zu 100% mit Erdgas zu versorgen. Derzeit werden nur 15% des österreichischen Bedarfs aus dem Inland abgedeckt.

Die Gewinnung von Schiefergas (Shale-Gas) ist technologisch anspruchsvoll und äußert umweltintensiv. Millionen Liter Wasser werden mit teils hochgiftigen, krebserregenden und erbgutschädigenden Substanzen versetzt unter gewaltigem Druck in den Boden gepresst, um das Gas herauszulösen. Dies schließt der Energiekonzern OMV jedoch aus. Der Konzern will nach neuen technischen Möglichkeiten suchen, um das Gas umweltfreundlich fördern zu können. Als Pilotprojekte sollen dabei zwei Bohrungen bei Poysdorf dienen. OMV hat 2010 einen Umsatz von 23,3 Milliarden Euro und einen Nettogewinn von 1,2 Milliarden Euro realisiert. Wien hält derzeit noch 31,5% an dem Energiekonzern, will seinen Anteil aber auf 25% reduzieren. Der arabische Staatsfonds IPIC aus Abu Dhabi (VAE) hält weitere 24,9%.
 

 

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