Finanzmarkt

Rohstoffhandel: Was man über Platin zu wissen gilt

Chrone als Platin-Schmuckstueck auf weissen Tuch ausgelegt

Eingleisig fahren ist beim Thema Geldanlagen niemals eine kluge Strategie. Neben Aktien und anderen Wertpapieren lohnt es sich auch in Rohstoffe zu investieren. Doch Vorsicht hier gibt es einiges was man beachten sollte. Im folgenden Beitrag verraten wir, worauf es beim Handel mit Platin ankommt.

Warum kommt es bei Platin zu deutlichen Preisschwankungen?

Der Preis für Platin entsteht, genau wie bei vielen anderen Rohstoffen, aus dem Zusammenspiel unterschiedlichster Faktoren. Dazu zählt neben dem klassischen Marktmechnismus (Angebot und Nachfrage) Folgendes:

  1. Emotionen, zum Beispiel die Angst vor einer möglichen Inflation.
  2. Außerordentliche Ereignisse, zum Beispiel Naturkatastrophen, terroristische Anschläge oder Ähnliches.
  3. Spekulationen und damit verbundene langfristigen Erwartungen der Rohstoffhändler.
  4. Vertrauensverlust in die Märkte. Das war zum Beispiel im Zuge der Finanzkrise 2008 der Fall war.

Gerade das Jahr 2008 verbinden viele, die sich mit ihrem Vermögen im Platinhandel engagierten, mit für sie einschneidenden Erlebnissen. Wer innerhalb der Suchmaschinen seines Vetrauens recherchiert, stößt schnell auf Seiten, die auf den damaligen Preissturz des Edelmetalls hinweisen. Die Experten von Norddeutsche Edelmetall Scheideanstalt GmbH, Dienstleister in Sachen industrielle Verfahren der Edelmetallverarbeitung und des Recyclings, haben dafür eine logische Erklärung.

Im Gegensatz zu anderen Rohstoffen, zum Beispiel Gold oder Silber, liegt das Haupteinsatzgebiet für Platin vorwiegend im industriellen Bereich. Zum Beispiel in der Katalysatorproduktion für Autos. Die Autmobilbranche wiederum sieht sich aktuell mit den unterschiedlichsten Herausforderungen konfrontiert. Abhängig davon, wie diese gemeistert werden, wird  der Platinkurs entsprechend sinken beziehungsweise steigen. Und das weitaus stärker, als bei just erwähntem Gold beziehungsweise Silber, da diese auch in anderen Wirtschaftszweigen nachgefragt werden – etwa in der Schmuckindustrie.

Wer sollte auf Platin setzen?

Schon anhand der oben gemachten Ausführungen wird klar, dass nur derjenige Platin in sein Portfolio aufnehmen sollte, der bei kurzfristigen Kursschwankungen nicht sofort in Panik gerät. Denn mittel- bis langfristig gesehen kann sich ein Investment in das Edelmetall durchaus lohnen. Das liegt, neben den wirtschaftlichen Faktoren, an den politischen Verhältnisse im jeweiligen Abbauland. So kam es in den vergangenen Jahren rund um die Platinminen Südafrikas zu politischen Unruhen und Streiks, was die Anglo American Platinum, den größten Platinproduzenten der Welt, dazu veranlasste mehrere Förderschächte zu schließen. Erwartet wurde ein Rückgang der Platin-Produktion um rund 20 Prozent. Wer beispielsweise im Herbst 2008 Platin für rund 700 US-Dollar pro Feinunze einkaufte, konnte selbiges fünf Jahre später für zirka 1.700 US-Dollar pro Feinunze verkaufen. Wem also Volaität nichts ausmacht, der sollte in den Handel einsteigen.

Wie kann man mit Platin sonst noch Geld verdienen?

Eine weitere Möglichkeit, mit Platin Geld zu verdienen, ist Platinschmuck oder sonstiges Platinmaterial. Etwa wenn dieses aus einem Erbe stammt. Die Wertermittlung ist allerdings gar nicht so einfach. So findet man bei Platinschmuckstücken selten Feingehaltsangaben. Und selbst, wenn das der Fall sein sollte, bedarf es noch einen Ankaufs-Rechner, der diese mit den aktuell gehaltenen Kursen vergleicht. Aber auch hierfür haben die Experten der bereits weiter oben erwähnten Norddeutschen Edelmetall Scheideanstalt GmbH eine Lösung parat. Mit ihrem auf ihren Seiten zur Verfügung gestellten Preisrechner lässt sich der Wert von Platinbarren oder -schmuck ganz leicht ermitteln.

 

Christoph Schroeder

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