Wirtschaft

Rosenkrieg unter Autobauern – VW und Suzuki vor Scheidung

Die Ehe zwischen VW und dem viertgrößten japanischen Autobauer Suzuki steht bereits nach zweieinhalb Jahren endgültig vor dem aus: Nach Wochen des schwelenden Streits und der gegenseitigen Vorwürfe fordert Suzuki nun offen die Trennung von den Wolfsburgern.

VW wirft dabei Suzuki einen Vertragsbruch vor, weil die Japaner Dieselmotoren vom italienischen Erzrivalen Fiat bezogen haben. Die Japaner haben die Wolfsburger daraufhin aufgefordert, diesen Vorwurf zurückzunehmen. Seinerseits spricht Suzuki ebenfalls von einem Vertragsbruch, da VW, anders als vereinbart, den Japanern keinen Zugang zu bestimmten Technologien gewährt habe. Als Beginn des Schlusskapitals kann gewertet werden, dass Suzuki nun offen die Trennung verlangt. Man habe eine freundliche Lösung für ein Ende der geschäftlichen Verbindung angestrebt, was jedoch an VW gescheitert sei.

VW schielt jedoch weiter auf den starken Indienanteil Suzukis. Die Suzuki-Tochter Maruti ist Branchenführerin in dem boomenden Wachstumsmarkt des Subkontinents. Volkswagen will offenbar zumindest verhindern, dass sich ein Konkurrent an den Japanern beteiligt und damit den etablierten Zugang zum indischen Milliardenmarkt erhält. Suzuki forderte nun aber auch, dass VW seine 20-Prozent-Anteile an dem Konzern zurückgebe, räumt den Wolfsburgern jedoch mehrere Wochen Zeit für eine Reaktion ein.

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