Regionales

Runder Tisch gegen Lebensmittelverschwendung

Die Lebensmittelsituation in Deutschland ist momentan mehr als ineffizient. Zwischen 10 und 20 Millionen Tonnen an Lebensmitteln werden jedes Jahr in der BRD weggeworfen, die meisten von ihnen weil das Haltbarkeitsdatum abgelaufen ist. Das verlangen nach permanent frischer Ware und schlechte, verschwenderische Planung lassen den Lebensmittel-Müllberg stetig wachsen. In Nordrhein-Westfalen möchte man das ändern. Als erstes Bundesland wurde in NRW der Runde Tisch „Neue Wertschätzung für Lebensmittel“ angestoßen, der gestern zum zweiten Mal tagte. Verbraucherschutzminister Johannes Remmel, der die Initiative ins Leben gerufen hatte, spricht sich vor allem für kleinere Verpackungsgrößen, Rabatte für Waren vor Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums, die bessere Verteilung an die Wohlfahrtsverbände und gegen permanent volle Regale, vor allem kurz vor Ladenschluss, aus. Des Weiteren soll die Fachhochschule Münster sich mit dem Thema Lebensmittelverschwendung befassen und Lösungen entwickeln. „Wir müssen erkennen, wo Lebensmittel unnötig verschwendet werden. Denn damit vernichten wir nicht nur Waren und Geld, sondern verschwenden auch Rohstoffe wie Boden, Wasser, Energie und Arbeitskraft. Und wir belasten unnötig das Klima“ so Minister Remmel. Die Sicherheit von Lebensmitteln stünde dabei aber nicht zur Disposition.

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