Energie & Umwelt

Russland empfiehlt Japan Techniken aus der Tschernobyl-Bekämpfung

Russland empfiehlt Japan nach der Atomkatastrophe Techniken aus der damaligen Bekämpfung der Tschernobyl-Katastrophe (1986). Allem voran das Abregnen von Wolken (Manipulation der Strahlenwolken) und der Rekultivierung kontaminierter landwirtschaftlicher Flächen mittels Spezialdüngern und -pflanzen. Damals habe Moskau gezielt Wolken mit Reagenzien wie Silberjodid zum abregnen gebracht, um Millionenstädte (Moskau) vor dem radioaktiven Niederschlag zu schützen – auf Kosten des betroffenen, aber dünner besiedelten Umlands. Der russische Strahlenbiologe und frühere Umweltberater von Ex-Präsident Boris Jelzin, Alexej Jablokow: „Es war ein Geheimprogramm und ethisch fraglich.“ Es sei jedoch vor allem in der ersten Phase nach dem Atomunfall wichtig, dass die Ausbreitung radioaktiven Materials über die Atmosphäre kontrolliert werde. So könne sichergestellt werden, dass dieses nicht über großen Städten niedergehe, sondern sich über dem Meer abregne. Zudem haben Russland, die Ukraine und Weißrussland nach der Tschernobylkatastrophe Methoden entwickelt, um radioaktiv verseuchten Boden mittels bestimmten Düngemittel und Pflanzen wieder schneller zu kultivieren.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.