Energie & Umwelt

Russland erhält weißrussisches Pipelinenetz im Tausch gegen die Schulden

Laut der russischen Zeitung „Nesawissimaja Gaseta“ gehören die Gaskriege zwischen Minsk und Moskau der Vergangenheit an. Im Gegenzug für einen billigeren Gaspreis, 2,5 Milliarden Dollar in Bar und einen zehn Milliarden Kredit für den Bau des ersten weißrussischen Atomkraftwerks (Netzanschluss bis 2017/18) wurde das weißrussische Pipelinenetz dem russischen Staatsmonopolisten Gazprom übertragen. Ein entsprechender Vertrag wurde mit dem weißrussischen Energieversorger Beltransgas bereits geschlossen.

Moskau kann sich nun über einen ungehinderten Gastransit nach Westeuropa freuen, während Minsk das russische Gas zu russischen Preisen deutlich billiger erhalten wird. Dies erlaubt Einsparungen von etwa drei Milliarden Dollar jährlich (-40% auf nur noch 165,50 Dollar pro 1.000 m³ Erdgas). Mit der kürzlich eröffneten Ostsee-Pipeline Nord Stream verfügt Russland nun über zwei gesichterte Transportwege nach Europa. Dadurch hat sich auch die Position in dem immer noch laufenden Gasstreit mit dem Haupttransitland Ukraine deutlich verbessert.

 

 

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