Energie & Umwelt

Russland lässt über alte AKWs „Gras wachsen“

Die russische Staatsholding Rosatom und die Atomaufsicht Rostechnadsor überlegen derzeit, mehrere veraltete Reaktorblöcke stillzulegen. Rostechnadsor-Chef Nikolai Kutjin lapidar: „Die alten Meiler sind stillzulegen und zu demontieren. Auf dem Gelände soll dann Gras wachsen.“ Details wurden zunächst nicht genannt, es werde jedoch keinesfalls zu Engpässen bei der Stromversorgung kommen. Überdacht werden dabei offenbar zehn Atomkraftwerke. Insgesamt sind in Russland derzeit 32 Reaktoren in Betrieb, die zusammen 22.693 MW Strom erzeugen. Davon sind 15 grafitmoderierte leichtwassergekühlte Druckröhrenreaktoren (LWGR, GLWR oder auch RBMK – Typ „Tschernobyl“, allerdings wurden nach dem Super-GAU in Tschernobyl bei zahlreichen RBMK-Reaktoren Verbesserungen durchgeführt, um einen derartigen Unfall unwahrscheinlicher zu machen), 16 Druckwasserreaktoren russischer Bauart (WWER) und ein schneller Brüter.

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