Wirtschaft

Russland trotzt mit Getreide-Exportverbot weltweiter Preisexplosion

Vergangenen Sommer hatte Russland ein Exportverbot für Getreide verhängt. Hintergrund waren die Ernteausfälle aufgrund des ungewöhnlich heißen Sommers und der verheerenden Waldbrände auf nahezu dem gesamten Territorium. Laut ersten Analysen hat das Exportverbot die Inlandspreise von den exorbitanten spekulationsgetriebenen Preissteigerungen auf dem Weltmarkt geschützt. Laut der UN-Organisation für Ernährung und Landwirtschaft (FAO) stieg der Nahrungsmittelpreisindex den siebten Monat in Folge und hat derzeit seinen absoluten Höchststand erreicht. Derzeit bunkern viele unverantwortliche Investoren virtuell riesige Mengen Lebensmittel in ihren „Kellern“, um es dann mit Gewinn an die ärmsten und hungrigsten weltweit zu verkaufen. Da diese meist über keinerlei finanziellen Spielraum verfügen, wird international schon vor erneuten Hungerrevolten wie 2008 gewarnt. Rund 50 der ärmsten Länder sind bedroht, das Verbot von Spekulationsgeschäften auf Lebensmittel wird vehement gefordert. Russland hat nun begonnen, aus staatlichen Vorräten am heimischen Markt zu intervenieren und will bis zum 1. Juli jeden Monat bis zu 500.000 Tonnen Getreide verkaufen, um den Preisanstieg zu drücken. Russland forderte die Welt auf, die positiven Erfahrungen dieser Getreide-Interventionen zu nutzen. Vorrangig dürfte jedoch das absolute Verbot von Spekulationen auf Lebensmittel sein.

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